Schoenoplectus pungens (Vahl) Palla

Stechende Flechtbinse

Art ISFS: 378400 Checklist: 1042250 Cyperaceae Schoenoplectus Schoenoplectus pungens (Vahl) Palla

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Stängel 30-100 cm hoch, scharf 3kantig, am Grund mit bis 20 cm langen Blattspreiten. Blütenstand scheinbar seitenständig (aufgerichtetes Hochblatt als Fortsetzung des Stängels), kopfig, nur sitzende Ährchen . Hochblatt allmählich zugespitzt. Narben 2. Perigonborsten viel kürzer als die Frucht oder fehlend. Frucht flach, glatt, mattgelb, ca. 2,5 mm lang.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Schlammige Ufer stehender Gewässer / kollin / MW (Neuenburger- und Bielersee), VS (Martigny)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Weltweit verbreitet

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 5w + 34+44 + 2.g.2n=(74,76)78

Status

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Vorkommen Sukzession, Verschilfung, Beschattung Zerstörung des Lebensraums (Austrocknung)

Ökologie

Lebensform Geophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.1.2.1 - Stillwasser-Röhricht (Phragmition)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Schoenoplectus pungens (Vahl) Palla

Volksname Deutscher Name: Stechende Flechtbinse, Amerikanisches Seeried, Amerikanische Teichbinse Nom français: Schoenoplectus piquant Nome italiano: Lisca pungente

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Schoenoplectus pungens (Vahl) PallaChecklist 2017378400
=Schoenoplectus pungens (Vahl) PallaFlora Helvetica 20012487
=Schoenoplectus pungens (Vahl) PallaFlora Helvetica 20122663
=Schoenoplectus pungens (Vahl) PallaFlora Helvetica 20182663
=Schoenoplectus pungens (Vahl) PallaIndex synonymique 1996378400
=Schoenoplectus pungens (Vahl) PallaSISF/ISFS 2378400

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C1

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C1
Alpennordflanke (NA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Vorkommen Schutz wichtiger Fundstellen (Schutzgebiete, Mikroreservate) Regelmäßige Bestandeskontrollen Ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen) und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen, Verstärkung und Vernetzung bestehender Populationen Sukzession, Verschilfung, Beschattung bei Bedarf Fundbereiche abschnittsweise wieder in Pionierzustand versetzen Gezielt Ufer und Umgebung auslichten Zerstörung des Lebensraums (Austrocknung) Flache Teiche schaffen und erhalten Drainagen in Schutzgebieten oder bei Renaturierungen verstopfen Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close