Isolepis setacea (L.) R. Br.

Borstige Moorbinse

Art ISFS: 216300 Checklist: 1024770 Cyperaceae Isolepis Isolepis setacea (L.) R. Br.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Stängel 5-20 cm hoch, sehr dünn, rund, am Grund beblättert . Blätter borstenförmig, kürzer als der Stängel . Blütenstand scheinbar seitenständig (ein Hochblatt als Fortsetzung des Stängels), mit 1-3 sitzenden, 2-4 mm langen, mehrblütigen, bräunlichen Ährchen . Staubblätter und Narben 3. Keine Perigonborsten. Frucht flach, braun, feinrippig, ca. 1 mm lang.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Feuchte, sandige oder lehmige Orte, Wegränder, Karrengeleise / kollin(-montan) / M, J, TI, sonst vereinzelt

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch-afrikanisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4 + w + 23-442.k-t.2n=26,28

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Verlust von Lebensraum Konkurrenz, Sukzession Wenige, isolierte Vorkommen Ungeeignete Bewirtschaftung Anatomie

Zusammenfassung der Blattanatomie Leitbündel in einer Reihe. Epidermiszellen nicht verholzt.

Ökologie

Lebensform Monokarper Hemikryptophyt, Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.5.1 - Einjährige Schlammflur (Zwergbinsenflur) (Nanocyperion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fnass; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Isolepis setacea (L.) R. Br.

Volksname Deutscher Name: Borstige Moorbinse, Moorried Nom français: Isolepis sétacé Nome italiano: Lisca setacea

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Isolepis setacea (L.) R. Br.Checklist 2017216300
=Isolepis setacea (L.) R. Br.Flora Helvetica 20012491
=Isolepis setacea (L.) R. Br.Flora Helvetica 20122667
=Isolepis setacea (L.) R. Br.Flora Helvetica 20182667
=Isolepis setacea (L.) R. Br.Index synonymique 1996216300
=Isolepis setacea (L.) R. Br.SISF/ISFS 2216300
=Isolepis setacea (L.) R. Br.Welten & Sutter 19822392

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A4c; C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2a(i)
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)A4c; C2a(i)
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)A4c; C2a(i)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
NWVollständig geschützt(29.11.2005)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Verlust von Lebensraum Feuchte, lehmige, wechselnasse Stellen und Karrengeleise an Feld- und Waldwegen sowie in Feuchtgebieten zulassen Konkurrenz, Sukzession Geeignete Pionnerlebensräume in Umgebung bestehender Vorkommen schaffen oder auf Pionierzustand stellen (alle 5 Jahre) Wenige, isolierte Vorkommen Schutz der Fundstellen (z. B. Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen Ungeeignete Bewirtschaftung Biodiversitätsförderflächen Verträge mit Herbizidverbot abschliessen (die Art kommt manchmal am Rande des Feldes vor: Flächen bei Nanocyperion) Ex situ Material Close