Gladiolus italicus Mill.

Italienische Gladiole

Art ISFS: 190000 Checklist: 1021640 Iridaceae Gladiolus Gladiolus italicus Mill.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie G. palustris, aber Staubbeutel etwas länger als die Staubfäden (bei den anderen G.- Arten kürzer), Fasern der Knollenhäute +/- parallel, derb, nicht oder nur oben netzig verbunden, Blätter bis 2 cm breit, Blütenstand bis 12 blütig, Blüten bis 6 cm lang, rosa, die seitlichen Perigonzipfel lineal-keilförmig, Samen ungeflügelt (bei den anderen G.- Arten breit geflügelt).

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Äcker, Hecken / kollin / Südliches TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2w33+353.g.2n=120,ca.171

Status

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Potenziell ausgestorbene Arten Veränderungen der Kultur (Intensivierung) Ungeeignete Pflege in potentielle Fundstellen: Rebkulturen (Herbizide, geophytenfeindliche Bewirtschaftung)

Ökologie

Lebensform Geophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

8.2.1.2 - Kalkreiche Getreideäcker (Caucalidion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Gladiolus italicus Mill.

Volksname Deutscher Name: Italienische Gladiole, Italienische Siegwurz Nom français: Glaïeul d'Italie Nome italiano: Gladiolo dei campi

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Gladiolus italicus Mill.Checklist 2017190000
=Gladiolus italicus Mill.Flora Helvetica 20012917
=Gladiolus italicus Mill.Flora Helvetica 20122501
=Gladiolus italicus Mill.Flora Helvetica 20182501
=Gladiolus italicus Mill.Index synonymique 1996190000
=Gladiolus italicus Mill.SISF/ISFS 2190000
=Gladiolus italicus Mill.Welten & Sutter 19822134

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii); C2a(i,ii); D

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B2ab(iii); C2a(i,ii); D
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
SchweizVollständig geschützt
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Potenziell ausgestorbene Arten Die Situation der Art in der Schweiz abklären (ist sie noch anwesend; wurde sie wieder angesiedelt) Suche nach alten Fundstellen Veränderungen der Kultur (Intensivierung) Keine Bewirtschaftungsänderung ohne wissenschaftliche Begleitung Ungeeignete Pflege in potentielle Fundstellen: Rebkulturen (Herbizide, geophytenfeindliche Bewirtschaftung) Eingeschränkter Herbizideinsatz In angepasst mechanisch gepflegten Weinbergen hätte die Art sehr gute Bedingungen neue Standorte zu gewinnen Mehr Informationen Merkblatt Artenschutz