Verbascum pulverulentum Vill.

Flockige Königskerze

Art ISFS: 439500 Checklist: 1048990 Scrophulariaceae Verbascum Verbascum pulverulentum Vill.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie V. lychnitis, aber Stängel rund, ganze Pflanze mit abwischbarem, flockigem, weissem Filz, im Alter verkahlend, oben auch mit einzelnen Drüsenhaaren, Blätter beidseits weissfilzig, Deckblätter 3-5 mm lang, Krone 1,5-2,5 cm im Durchmesser, Narbe keulig.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Steinige Böden, Trockenwiesen, Rebberge / kollin-subalpin / CH zerstreut

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Südeuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 244-44 + 2.k-t.2n=32

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Verschwinden der natürlichen Habitate, insbesondere der Ruderalflächen und der kleinflächigen Brachen Falsche Bewirtschaftung

Ökologie

Lebensform Monokarper Hemikryptophyt, Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

7.1.5 - Trockenwarme Ruderalflur (Onopordion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Verbascum pulverulentum Vill.

Volksname Deutscher Name: Flockige Königskerze, Flockiges Wollkraut Nom français: Molène pulvérulente Nome italiano: Verbasco a candelabro

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Verbascum pulverulentum Vill.Checklist 2017439500
=Verbascum pulverulentum Vill.Flora Helvetica 20011746
=Verbascum pulverulentum Vill.Flora Helvetica 20121734
=Verbascum pulverulentum Vill.Flora Helvetica 20181734
=Verbascum pulverulentum Vill.Index synonymique 1996439500
=Verbascum pulverulentum Vill.Landolt 19772594
=Verbascum pulverulentum Vill.Landolt 19912105
=Verbascum pulverulentum Vill.SISF/ISFS 2439500
=Verbascum pulverulentum Vill.Welten & Sutter 19821464

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2b(iii)c(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C1
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)B2b(iii)c(iii)
Alpennordflanke (NA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Alpensüdflanke (SA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C1
Östliche Zentralalpen (EA)nicht anwendbar (Not Applicable)
Westliche Zentralalpen (WA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
BSVollständig geschützt(01.01.2009)
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Verschwinden der natürlichen Habitate, insbesondere der Ruderalflächen und der kleinflächigen Brachen Schaffen von Mikroreservate und besserer Schutz der Ruderalflächen und des Brachlandes Regelmäßige Bestandskontrollen Evtl. ex-situ Vermehrung und Ansiedelung an geeigneten Stelle (diese gut dokumentieren!) Falsche Bewirtschaftung Zwischen den Kulturen Streifen stehen lassen, in denen die Art bestehen kann In Gebieten mit Vorkommen Rücksichtsnahme auf die Art und Sensiblisierung der Bewirtschafter Ex situ Material Close