Stenus abjugans nov.sp. (Abb. 7, 17, 30, 31, 42, 59, 72, 83, 102)

M a t e r i a l u n t e r s u c h t: Holotypus (♂) und 2♂♂ - Paratypen: CHINA: Yunnan, env. Shanzhi, Jizu Shan, 2180-2580m, 22.-24.VI.2007, along the path to the summit, 27 o 57.7-8̕N, 100 o 22.1-23.6̕E, sifted detritus and leaves in dense mixed forest with dominant Quercus, Pinus and Rhododendron near stream, J. Hájek & J. Růžička . Paratypen: 2♂♂: Yunnan, Baoshan Prov., Gaoligang Shan, E pass 36 km SE Tengchong, 2230m, 24 o 49̕32̕̕N, 98 o 46̕06̕̕E, pasture in primary deciduous forest, 26.VIII.2000, D. W. Wrase (08) ; 5♂♂, 2♀♀: Jizu Shan, path to cable car, 37 km NE Dali, 2450m, 25 o 58̕N, 100 o 23̕E, mixed forest, 5.IX.2009, M. Schülke, D.W. Wrase (29) ; 1♀: Juzu Shan, 9.VI.2005, Jeniš. - HT und PTT in coll. Schülke (Berlin), PTT im NHMW, in der SHNU und in cP .

B e s c h r e i b u n g: Brachypter, mässig glänzend, schwarz, jede Elytre mit einer ovalen, orangenen Makel in der hinteren Aussenhälfte (Abb. 42; EL: LM = 2,7-3,1, Ø3,0); Vorderkörper grob bis sehr grob punktiert, am Pronotum auch leicht zusammenfliessend (Abb. 7, 17), Abdomen sehr dicht, aber nicht so gedrängt wie bei S. abactor, vorn grob, hinten ziemlich fein punktiert (Tergit 7: Abb. 30); Beborstung kurz, anliegend. Paraglossen konisch. 1. und 2. Glied der Kiefertaster und Fühlerbasis gelblich, 3. Kiefertasterglied und Fühlerkeule gebräunt, Beine hellbraun bis rötlichgelb, Schenkel im Spitzendrittel etwas dunkler. Clypeus schwarz, Oberlippe braunschwarz, heller gesäumt, mässig dicht beborstet. Abdomen seitlich breit gerandet, Paratergite in der Sagittalen liegend, diejenigen des 4. Tergits etwa so breit wie die Hinterschienen in ihrer Mitte, grob, sehr dicht, auch doppelt punktiert. 4. Tarsenglied tief gelappt. Das Abdomen ist sehr flach genetzt, der Vorderkörper ist netzungsfrei.

Länge: 5,2-6,2mm (Vorderkörperlänge: 2,6-2,7mm).

PM des HT: HW: 45; DE: 26; PW: 34; PL: 40; EW: 45; EL: 47; SL: 35.

Männchen: Wie bei S. abditus nov.sp.. Metasternum median nur leicht abgeflacht, von aussen nach innen grob bis mässig fein, dichter werdend, punktiert und beborstet, Mittellinie sehr dünn, nicht geglättet (Abb. 59). Vordersternite einfach mit schmalem (schmäler als bei S. abditus), wenig tiefem Mitteleindruck in den hinteren zwei Dritteln, Hinterrand sehr flach ausgerandet. 8. Sternit mit runder Ausrandung etwa im hinteren Zwölftel des Sternits. 9. Sternit mit langem Apikolateralzahn, apikomedian fein gesägt (Abb. 72). 10. Tergit am Hinterrand abgerundet. Apikalpartie des Medianlobus (Abb. 83) spitzwinklig in eine mässig breit abgerundete Spitze verengt, ventral mit zahlreichen Sinnesborsten; im Innern werden eine kräftige Ausstülpspange sowie ein breittubiger Innensack deutlich; Parameren breit (lappig), viel länger als der Medianlobus, mit zahlreichen Borsten.

Weibchen: 8. Sternit am Hinterrand abgerundet, in der Mitte kaum merklich vorgezogen. Valvifer apikolateral mit langem Zahn. 10. Tergit wie beim Männchen. Spermatheka (Abb. 102), Infundibulum etwa fünfmal so lang wie breit, mittlerer Spermathekengang zweimal gewunden, vor dem Endschlauch etwas angeschwollen.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Diese neue Art der abdominalis- Gruppe fällt durch ihre trapezoiden, schmalen Elytren und durch ihre grobe, sehr dichte, aber nicht gedrängte Abdominalpunktierung sowie durch ihre Sexualcharaktere auf; die Parameren sind schon in ihrer Basalhälfte verbreitert.

E t y m o l o g i e: Der Name ist von dem lateinischen Wort ̎ abjugans ̎ = entfernend genommen.