Stenus abditus nov.sp. (Abb. 5, 15, 27, 39, 55, 66, 71, 79, 98)
M a t e r i a l u n t e r s u c h t: Holotypus (♂) und 1♀ - Paratypus: CHINA: Sichuan, Quingcheng Shan NW Chengdu, 30 o 54̕N, 103 o 33̕E, 650-700m, 18.V.1997, D. Wrase (2) . Paratypen: 2♂♂, 1♀: Qingcheng Shan, Wenjiang Distr., Dujiangyuan Co., 56 km NW Chengdu, 975m, Bachrest, Waldufer, 18.VI.1999, M. Schülke, A. Pütz ; 1♂: Quingcheng Shan, Guanxian Co., 56 km NW Chengdu, 30 o 53N, 103 o 32̕E, 975m, 18.VI.1999, A. Pütz ; 1♂, 2♀♀: Emei Shan, Wannian, 1050m, 19.-30.III.1999, W. Schawaller ; 1♂: Emei Shan, Qingqin Temple, 690m, 29 o 34.5̕N, 103 o 25.7̕E, bamboo groove behind hotel, ruderal habitats, 7.VI.2014, J. Hájek & J. Růžička. - HT und PTT in coll. Schülke (Berlin), PTT auch in coll. Pütz (Eisenhüttenstadt), im SMNS, im ZMP und in cP .
B e s c h r e i b u n g: Makropter, schwach glänzend, schwarz, jedeElytre mit einem ovalen, orangenen Fleck in der hinteren Aussenhälfte (Abb. 39; EL: LM 2,6-3,1, Ø 2,9); Vorderkörper grob bis sehr grob, sehr dicht, am Pronotum auch zusammenfliessend punktiert/skulptiert (Abb. 5, 15), Abdomen von vorn bis hinten sehr dicht, vorn ziemlich grob, hinten wenig fein punktiert (Tergit 7: Abb. 27); Beborstung kurz, anliegend. Paraglossen konisch. 1. und 2. Glied der Kiefertaster sowie die Fühlerbasis gelblich bis hellbraun, 3. Glied der Kiefertaster und Fühlerkeule gebräunt, Beine hellbraun, apikales Schenkeldrittel gebräunt. Clypeus schwarz, Oberlippe braunschwarz, dünn beborstet. Abdomen seitlich ziemlich breit gerandet, Paratergite in der Sagittalen liegend, 4. Tarsenglied tief gelappt. Abdomen deutlich genetzt, Vorderkörper nur mit Netzungsspuren.
Länge: 5,0-6,0mm (Vorderkörperlänge: 2,6-2,8mm).
PM des HT: HW: 44; DE: 24; PW: 33; PL: 37; EW: 46; EL: 47; SL: 28.
Männchen: Mittelschienen einfach, Hinterschienen mit winzigem Präapikaldorn (der auch fehlen kann). Metasternum breit, wenig tief eingedrückt, zur gut punktbreit geglätteten Mittellinie ziemlich grob, sehr dicht, zur Mitte hin dichter werdend, auf sehr flach genetztem Grund punktiert und beborstet (Abb. 55). Vordersternite einfach, 7. Sternit mit langem, flachem Mitteleindruck, darin mässig fein und mässig dicht punktiert und beborstet, Hinterrand äusserst flach ausgerandet. 8. Sternit mit runder Ausrandung etwa im hinteren Zehntel des Sternits. 9. Sternit apikolateral mit langem Zahn, apikomedian mit zwei mehr oder weniger gesägten, vorspringenden Zähnchen (Abb. 71). 10. Tergit am Hinterrand abgerundet. Apikalpartie des Medianlobus (Abb. 79) spitzwinklig in eine breit abgerundete Spitze verengt, ventral mit einigen sehr kurzen Sinnesborsten; im Innern werden eine lange Ausstülpspange sowie ein breittubiger Innensack deutlich; Parameren länger als der Medianlobus, im Spitzendrittel löffelförmig erweitert, mit zahlreichen Borsten.
Weibchen: 8. Sternit zur breit abgerundeten Hinterrandmitte rundlich bis stumpfwinklig verengt. Valvifer mit langem Apikolateralzahn, innen mit vorspringendem, kürzerem Zahn (Abb. 66). 10. Tergit wie beim Männchen. Spermatheka (Abb. 98), Infundibulum kurz und breit, mittlerer Spermathekengang zweimal gewunden, vor dem abgesetzten Endschlauch kurz erweitert.
D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Diese neue Art der abdominalis- Gruppe fällt durch ihre vergleichsweise grobe und bis hinten sehr dichte Abdominalpunktierung auf. Sie ist von S. abactor nov.sp. äusserlich nur durch die Gestalt ihres 9. Sternums sicher zu trennen, Aedoeagus und Spermatheka sind nicht sicher zu unterscheiden. Die neue Art ist auch dem S. languor L. Benick sehr ähnlich, ihre Elytrenmakel ist jedoch grösser, das Männchen besitzt keinen starken Präapikalzahn an den Mittelschienen und sein Metasternum ist in der hinteren Mitte niedergedrückt (zeigt dort also keinen dicht beborsteten Höcker).
E t y m o l o g i e: Der Name dieser neuen Art bezieht sich auf das lateinische Wort ̎ abditus ̎ = getrennt.