Minuartia biflora (L.) Schinz & Thell.

Zweiblütige Miere

Art ISFS: 260300 Checklist: 1029080 Caryophyllaceae Minuartia Minuartia biflora (L.) Schinz & Thell.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 3-10 cm hoch, dichtrasig. Stängel aufsteigend, unten verzweigt, mit Blattbüscheln, oben kurz behaart, auch mit kleinen Drüsen . Blätter pfriemenförmig, höchstens 1 cm lang, einnervig. Blüten zu 1-3 am Ende der Stängel, auf kurzen, behaarten Stielen, 5 zählig . Kronblätter weiss, 1-1,5mal so lang wie die Kelchblätter . Diese stumpf, ca. 4 mm lang, grün, 3nervig. Kapsel 1,5mal so lang wie der Kelch.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Felsschutt, Schneetälchen, Lägerstellen, auf Kalk / alpin / GR, VS

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Arktisch-alpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 3 + w43-512.c.2n=26

Status

Status IUCN: Nicht gefährdet

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 3 - Hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Wenige, isolierte Vorkommen Zerstörung des Lebensraums ( Skipistenerschließung)

Ökologie

Lebensform Krautiger Chamaephyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.4.1 - Kalkreiches Schneetälchen (Arabidion caerulae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Ffeucht; Feuchtigkeit mässig wechselnd ( ± 1-2 Stufen)Lichtzahl Lsehr hellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Talpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Minuartia biflora (L.) Schinz & Thell.

Volksname Deutscher Name: Zweiblütige Miere Nom français: Minuartie à deux fleurs Nome italiano: Minuartia biflora

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Minuartia biflora (L.) Schinz & Thell.Checklist 2017260300
=Minuartia biflora (L.) Schinz & Thell.Flora Helvetica 2001328
=Minuartia biflora (L.) Schinz & Thell.Flora Helvetica 20121163
=Minuartia biflora (L.) Schinz & Thell.Flora Helvetica 20181163
=Minuartia biflora (L.) Schinz & Thell.Index synonymique 1996260300
=Minuartia biflora (L.) Schinz & Thell.Landolt 19771064
=Minuartia biflora (L.) Schinz & Thell.Landolt 1991924
=Minuartia biflora (L.) Schinz & Thell.SISF/ISFS 2260300
=Minuartia biflora (L.) Schinz & Thell.Welten & Sutter 1982251

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Nicht gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: --

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)potenziell gefährdet (Near Threatened)D2
Alpensüdflanke (SA)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Östliche Zentralalpen (EA)nicht gefährdet (Least Concern)
Westliche Zentralalpen (WA)potenziell gefährdet (Near Threatened)D2

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf0 - Kein Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung3 - Hoch
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Mehr Informationen F. Hoffer-Massard, 2013: Minuartia biflora dans le massif des Diablerets, une espèce discrète . Bulletin du Cercle vaudois de botanique 42: 89-90