Dianthus superbus L. subsp. superbus

Gewöhnliche Pracht-Nelke

Unterart ISFS: 136830 Checklist: 1015290 Caryophyllaceae Dianthus Dianthus superbus L. Dianthus superbus L. subsp. superbus

Zusammenfassung KEINE ANGABE Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Wenige bekannte und isolierte Vorkommen Fehlende Kenntnisse über die Verbreitung der Unterart, Verwechslung mit Dianthus superbus L. subsp. alpestris Ungeeignete Pflege (zu frühe Mahd der Wegränder) Vergandung, Verbuschung Verlust des Lebensraums (Molinion) Konkurrenz (Neophyten, v.a. Solidago spp.) Eingriffe in den Wasserhaushalt (Grundwasserabsenkungen, Entwässerungen, Flusskorrekturen, Meliorationen) Änderung des Basen- und Nährstoffgehalts (zu starke Eutrophierung)

Ökologie

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

KEINE ANGABE

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Dianthus superbus L. subsp. superbus

Volksname Deutscher Name: Gewöhnliche Pracht-Nelke Nom français: Oeillet superbe

Nome italiano: --

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Dianthus superbus L. subsp. superbusChecklist 2017136830

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Kommentare aus der Checklist 2017 Neue Unterart: Die Art wurde bisher (SISF-2) nicht in Unterarten aufgeteilt oder die Unterteilung wurde bisher nicht akzeptiert. Checklist

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A3c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)A3c
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)A3c; B2ab(iii)
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Östliche Zentralalpen (EA)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
AGVollständig geschützt(01.01.2010)
BEVollständig geschützt(01.01.2016)
BSVollständig geschützt(01.01.2009)
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
GRVollständig geschützt(01.12.2012)
JUTeilweise geschützt(06.12.1978)
OWVollständig geschützt(01.04.2013)
SHVollständig geschützt(06.03.1979)
SchweizVollständig geschützt
TGVollständig geschützt(01.01.2018)
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
ZGVollständig geschützt(01.10.2013)
ZHVollständig geschützt(03.12.1964)
ARTeilweise geschützt(01.01.1995)
SGTeilweise geschützt(01.10.2017)
BLVollständig geschützt(01.01.2012)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Wenige bekannte und isolierte Vorkommen Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Ex-situ Vermehrung von indigenem Material und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen, Vernetzung und Verstärkung von Vorkommen Fehlende Kenntnisse über die Verbreitung der Unterart, Verwechslung mit Dianthus superbus L. subsp. alpestris Die Verbreitung und damit die Situation der beiden Unterarten klären Gegebenenfalls wissenschaftliche Arbeiten (Bachelor, Master) initiieren, um die beiden Unterarten korrekt zu kartieren (besonderes Augenmerk auf die Gebiete, wo beide Unterarten möglich sind) Die Beobachter sensibilisieren, um die Qualität der Daten über die beiden Unterarten zu verbessern Ungeeignete Pflege (zu frühe Mahd der Wegränder) Mahd alle 2-3 Jahre möglichst spät (ab Mitte Oktober um Samenreife zuzulassen) Restliche Jahre normal (z.B. Anfang September um nicht zu stark Gräser und Seggen bzw. Autoeutrophierung durch sehr späte Mahd zu fördern) Vergandung, Verbuschung Entbuschen Flächen weiterhin extensiv nutzen und alljährlich mähen Versuchen Faulbaum oder Schwarzerlen zu kontrollieren, evtl. Bekämpfung von Hand (Jungpflanzen ausreissen) Verlust des Lebensraums (Molinion) Pfeifengraswiesen schützen und erhalten Sperren der Entwässerung Einsatz von Düngemitteln vermeiden Förderung des traditionellen Mähens mit Streuabfuhr Konkurrenz (Neophyten, v.a. Solidago spp.) Konsequente Bekämpfung der Neophyten im Bestand Je nach Dichte evtl. von Hand ausreissen Frühe bzw. zweimalige Neophytenmahd nur wenn sehr dichte Neophytenbestände oder aus Kapazitätsgründen sonst nicht möglich wegen Schwächung des Enzianbestands Frühschnitt nach dem ersten starken Aufwachsen der Gräser einführen (es gilt hier ein Gleichgewicht zu finden) Eingriffe in den Wasserhaushalt (Grundwasserabsenkungen, Entwässerungen, Flusskorrekturen, Meliorationen) Keine weiteren Eingriffe in den Wasserhaushalt Falls nötig Regulierung des Wasserstandes (durch Unterhalt und Regulierung der bestehenden Rietgräben) Bei entwässerten Mooren soll die Hydrologie wieder Instand gestellt werden Änderung des Basen- und Nährstoffgehalts (zu starke Eutrophierung) Grosse Pufferzonen einrichten Keine Düngung in der Umgebung In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen Naturland Salzburg, Heft 2, 2010: Die Feuchtwiesen-Pracht-Nelke im Bundesland Salzburg