Silene suecica (Lodd.) Greuter & Burdet

Alpen-Pechnelke

Art ISFS: 397000 Checklist: 1044110 Caryophyllaceae Silene Silene suecica (Lodd.) Greuter & Burdet

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 5-15 cm hoch, unverzweigt, kahl, nicht klebrig. Blätter schmal-lanzettlich, am Grund in Rosetten. Blüten am Ende des Stängels in dichtem, kopfigem Blütenstand . Kronblätter lebhaft rosa, ca. 1 cm lang, 2teilig, mit ca. 1 mm hohem Nebenkrönchen . Griffel 5. Kelch ca. 5 mm lang, mit undeutlichen Nerven. Kapsel ca. 5 mm lang, mit 5 Zähnen öffnend, im Kelch gestielt.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Rasen / alpin / VS, GR

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Nordeuropäisch-alpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 221-514.h.2n=24

Status

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 3 - Hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums (Touristische Erschliessungen, Strassen, Pistenplanien, Ausbau der Elektrizitätswirtschaft) Ungeeignete Bewirtschaftung ( Überweidung, Tritt) Konkurrenz, Verbuschung

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.3.7 - Krummseggenrasen (Caricion curvulae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Silene suecica (Lodd.) Greuter & Burdet

Volksname Deutscher Name: Alpen-Pechnelke, Rote Alpennelke Nom français: Silene de Suède, Viscaire des Alpes Nome italiano: Crotonella alpina

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Silene suecica (Lodd.) Greuter & BurdetChecklist 2017397000
=Silene suecica (Lodd.) Greuter & BurdetFlora Helvetica 2001436
=Silene suecica (Lodd.) Greuter & BurdetFlora Helvetica 20121225
=Silene suecica (Lodd.) Greuter & BurdetFlora Helvetica 20181225
=Silene suecica (Lodd.) Greuter & BurdetIndex synonymique 1996397000
=Silene suecica (Lodd.) Greuter & BurdetSISF/ISFS 2397000

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Östliche Zentralalpen (EA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Westliche Zentralalpen (WA)potenziell gefährdet (Near Threatened)C2a(i)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf0 - Kein Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung3 - Hoch
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums (Touristische Erschliessungen, Strassen, Pistenplanien, Ausbau der Elektrizitätswirtschaft) Keine weiteren Erschließungen Keine Infrastrukturbauten, Beschneiungen und Planien an den Fundorten und generell in intakten alpinen Gebieten Elektrizitätswirtschaft nicht in Gebieten mit Vorkommen ausbauen Sensibilisierung der Bewirtschaftung Ungeeignete Bewirtschaftung ( Überweidung, Tritt) Schonung der Fundstellen gegen Überweidung Bewirtschaftungsverträge abschließen Mähwiesen als solche erhalten (Umwandlung in Weiden durch Beiträge vermeiden) Wildheunutzung angemessen fördern und entschädigen Konkurrenz, Verbuschung Offenhaltung durch finanzielle Anreize garantieren Verbuschung, insbesondere durch Alnus viridis