Heracleum austriacum L.

Österreicher Bärenklau

Art ISFS: 198200 Checklist: 1022570 Apiaceae Heracleum Heracleum austriacum L. Enthaelt: Heracleum austriacum L. subsp. austriacum

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Bis 50 cm hoch. Stängel am Grund nicht über 3 mm dick, +/- kahl, schwach gefurcht. Blätter einfach gefiedert, mit 1-3 entfernt stehenden Fiederpaaren. Teilblätter oval oder breit-lanzettlich, 2-4 cm lang, gezähnt, oft mit 1-2 Einschnitten, sitzend. Endteilblatt rundlich, wenig eingeschnitten. Dolden 8-12strahlig. Hüll- und Hüllchenblätter vorhanden oder fehlend. Blüten weiss oder rosa, die äusseren stark vergrössert . Frucht flach, rundlich, 6-8 mm lang, kahl, rundum breit geflügelt .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Feuchte, buschige Hänge / subalpin / MZ (Napf)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Ostalpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 3 + 43-32 + 2.h.2n=22

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 3 - Hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Vorkommen Ungeeignete Pflege (mehrmaliger oft zu früh einsetzendem Schnitt) Aufgabe der Wiesennutzung Aufgabe der Waldbewirtschaftung, Beschattung von der Gratkante her Eutrophierung ( Güllen der Bergfettwiesen) Verbuschung mit Grünerlen Tourismus (Wegbau, Sammeln, Tritt)

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.3.3 - Rostseggenhalde (Caricion ferruginae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl FfeuchtLichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tunter-subalpin und ober-montan
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Heracleum austriacum L.

Volksname Deutscher Name: Österreicher Bärenklau Nom français: Berce d'Autriche Nome italiano: Panace austriaco

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Heracleum austriacum L.Checklist 2017198200
=Heracleum austriacum L.Flora Helvetica 20011493
=Heracleum austriacum L.Flora Helvetica 20121899
=Heracleum austriacum L.Flora Helvetica 20181899
=Heracleum austriacum L.Index synonymique 1996198200
=Heracleum austriacum L.Landolt 19772206
=Heracleum austriacum L.Landolt 19911796
=Heracleum austriacum L.SISF/ISFS 2198200
=Heracleum austriacum L.Welten & Sutter 19821189

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: D2

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)D2
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung3 - Hoch
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Vorkommen Dauerbeobachtungsflächen einrichten Regelmässige Bestandeskontrollen durchführen Erfolgskontrolle der Massnahmen gewährleisten Ungeeignete Pflege (mehrmaliger oft zu früh einsetzendem Schnitt) Mindestens alle zwei bis drei Jahre nur einmal (im Juli) mähen Aufgabe der Wiesennutzung Auch nordexponierte, traditionell genutzte Wiesen weiterhin mähen, nicht beweiden Aufgabe der Waldbewirtschaftung, Beschattung von der Gratkante her Bäume an der Gratkante gezielt auslichten Eutrophierung ( Güllen der Bergfettwiesen) Bergfettwiesen nicht güllen oder zusätzlich düngen Bewirtschaftungsverträge abschliessen Verbuschung mit Grünerlen Stärker betroffene Bereiche entbuschen Tourismus (Wegbau, Sammeln, Tritt) Abzäunen an exponierten Stellen Hinweistafeln anbringen Mehr Informationen Merkblatt Artenschutz