Trinia glauca (L.) Dumort.

Faserschirm

Art ISFS: 428600 Checklist: 1047830 Apiaceae Trinia Trinia glauca (L.) Dumort. Enthält: Trinia glauca (L.) Dumort. subsp. glauca

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 10-50(-100) cm hoch, sparrig verzweigt, blaugrün, kahl. Zweihäusig, männliche Pflanzen kleiner als weibliche. Blätter 2-3fach gefiedert, mit schmal-linealen Zipfeln, diese nicht über 1 mm breit. Dolden 4-8strahlig. Hülle fehlend, Hüllchenblätter 0-3. Blüten gelblich-weiss, Kronblätter nur ca. 0,5 mm lang, weibliche kleiner als männliche . Döldchen im Durchmesser nur ca. 5 mm, die weiblichen nur einzelne Früchte bildend, diese eiförmig, kahl, gerippt, ca. 3 mm lang.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 4-6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Steinige Trockenrasen, Felsen, auf Kalk / kollin-montan(-subalpin) / J (VD, BE), ANW, südliches TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 142-44 + 4.k.2n=18

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums (Verbuschung, Verwaldung von Trockenrasen, Gesteinsabbau) Kleine, isolierte Vorkommen Ungeeignete Wegrandpflege

Ökologie

Lebensform Monokarper Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.2.2 - Mitteleuropäischer Trockenrasen (Xerobromion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Trinia glauca (L.) Dumort.

Volksname Deutscher Name: Faserschirm Nom français: Trinie glauque Nome italiano: Sassifragia pannocchiuta

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Trinia glauca (L.) Dumort.Checklist 2017428600
=Trinia glauca (L.) Dumort.Flora Helvetica 20011437
=Trinia glauca (L.) Dumort.Flora Helvetica 20121869
=Trinia glauca (L.) Dumort.Flora Helvetica 20181869
=Trinia glauca (L.) Dumort.Index synonymique 1996428600
=Trinia glauca (L.) Dumort.Landolt 19772233
=Trinia glauca (L.) Dumort.Landolt 19911814
=Trinia glauca (L.) Dumort.SISF/ISFS 2428600
=Trinia glauca (L.) Dumort.Welten & Sutter 19821164

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A3c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)A3c
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)D
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)A3c
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)A3c
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums (Verbuschung, Verwaldung von Trockenrasen, Gesteinsabbau) Offenhalten der Lebensräume durch das Zurückdrängen von Gehölzen Sicherstellen einer angepassten, extensiven Grünlandnutzung Kleine, isolierte Vorkommen Regelmässige Bestandeskontrollen (zum Beispiel mit Pflanzenpatenschaften) Ungeeignete Wegrandpflege Wegarbeiter auf diese seltene und empfindliche Art hinweisen und entsprechende Rücksichtsname im Pflegeplan