Apium repens (Jacq.) Lag.

Kriechender Eppich

Art ISFS: 38600 Checklist: 1004280 Apiaceae Apium Apium repens (Jacq.) Lag.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie A. nodiflorum, aber Stängel auf der ganzen Länge niederliegend und wurzelnd, Teilblätter eiförmig, grob gezähnt, Dolden stets gestielt, Hülle 3-6 blättrig, Hüllchenblätter ohne weissen Rand.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Sumpfgräben, stehende und fliessende Gewässer / kollin / M und AN

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Europäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4 + w + 44+342.h.2n=22

Status

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Wasserverschmutzung, Eutrophierung (verursacht durch Camping, Motorboote, Einleitungen, Landwirtschaft) Meliorationen, Drainage, Auffüllungen Wenige, isolierte Fundorte Sukzession, Verschilfung

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

7.1.1 - Feuchte Trittflur (Agropyro-Rumicion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fnass; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhalbschattigSalzzeichen1
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse2 - Schwerpunktlebensraum
Ruhiges Wasser1 - Zusatz- oder Nebenlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Apium repens (Jacq.) Lag.

Volksname Deutscher Name: Kriechender Eppich, Kriechender Sellerie, Kriechender Scheiberich Nom français: Ache rampante Nome italiano: Sedano strisciante

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Apium repens (Jacq.) Lag.Checklist 201738600
=Apium repens (Jacq.) Lag.Flora Helvetica 20011439
=Apium repens (Jacq.) Lag.Flora Helvetica 20121872
=Apium repens (Jacq.) Lag.Flora Helvetica 20181872
=Apium repens (Jacq.) Lag.Index synonymique 199638600
=Apium repens (Jacq.) Lag.Landolt 19772237
=Apium repens (Jacq.) Lag.Landolt 19911817
=Apium repens (Jacq.) Lag.SISF/ISFS 238600
=Apium repens (Jacq.) Lag.Welten & Sutter 19821166

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii); D

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B2ab(iii); D
Alpennordflanke (NA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Ja
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
SchweizVollständig geschützt
ZGVollständig geschützt(01.10.2013)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Wasserverschmutzung, Eutrophierung (verursacht durch Camping, Motorboote, Einleitungen, Landwirtschaft) Einrichten grosser Pufferzonen Keine Düngung Lenkung der Freizeitaktivitäten Meliorationen, Drainage, Auffüllungen Im Gebiet mit akutellen oder ehemaligen Vorkommen keine Meliorationen durchführen resp. striktes Verbot für Drainagen Wenige, isolierte Fundorte Ex-situ-Vermehrung von (indigenem) Material aus Botanischen Gärten und Wiederansiedlung an günstigen Stellen Sukzession, Verschilfung Pflegemanagement anpassen, steuern des Beweidungsdrucks mittels mobiler Zäune, Teile der Fundortumgebung periodisch auf Pionierzustand stellen Mahd der Uferriede teilweise wieder wie früher bis an Gewässerrand vornehmen Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen Merkblatt Artenschutz LUBW Baden-Württenberg: Artensteckbrief - Kriechender Sellerie - Apium repens (Jacq.) Lag.