Sium latifolium L.

Grosser Merk

Art ISFS: 399300 Checklist: 1044360 Apiaceae Sium Sium latifolium L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 80-150 cm hoch, kahl. Blätter einfach gefiedert, mit 4-10 Fiederpaaren, Teilblätter länglich-eiförmig, regelmässig fein und spitz gezähnt, 3-6 cm lang, das Endteilblatt von gleicher Gestalt. Untergetauchte Blätter mit fadenförmigen Zipfeln. Dolden 15-25strahlig, endständig, mit meist ganzrandigen Hüll- und Hüllchenblättern . Blüten weiss. Frucht breit eirundlich, abgeflacht, 3,5- 4 mm lang, mit kräftigen Hauptrippen.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Gräben, Sümpfe / kollin / Früher MZ, MW

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurosibirisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4 + w + 44-34 + 3.a.2n=20

Status

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums ( Entwässerung) Ausbleibende Neubildung von Altwässern, natürliche Sukzession Wenige, isolierte Vorkommen Eutrophierung Wasserverschmutzung

Ökologie

Lebensform Hydrophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.1.2.1 - Stillwasser-Röhricht (Phragmition)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fnass; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Sium latifolium L.

Volksname Deutscher Name: Grosser Merk Nom français: Berle à larges feuilles Nome italiano: Sedanina selvatica

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Sium latifolium L.Checklist 2017399300
=Sium latifolium L.Flora Helvetica 20011455
=Sium latifolium L.Flora Helvetica 20121846
=Sium latifolium L.Flora Helvetica 20181846
=Sium latifolium L.Index synonymique 1996399300
=Sium latifolium L.Landolt 19772244
=Sium latifolium L.Landolt 19911823
=Sium latifolium L.SISF/ISFS 2399300
=Sium latifolium L.Welten & Sutter 19821142

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C1

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C1
Alpennordflanke (NA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--
GEVollständig geschützt(25.07.2007)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums ( Entwässerung) Keine weiteren Entwässerungen durchführen Ausbleibende Neubildung von Altwässern, natürliche Sukzession Durch Renaturierung natürliche Dynamik in Flusstälern fördern Wenige, isolierte Vorkommen Ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen mit Herkunft Meienried, z. B. vom Botanischen Garten Bern) und Wiederansiedlung an ursprünglichen oder potentiellen Fundstellen Erfolgskontrollen der Maßnahmen gewährleisten Eutrophierung Vermeidung der Einleitung überdüngter Drainagewässer (Landwirtschaft) Wasserverschmutzung Maßnahmen gegen Wasserverschmutzung weiterführen In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen Merkblatt Artenschutz