Anthriscus caucalis M. Bieb.
Hunds-Kerbel
Art ISFS: 35600 Checklist: 1003980 Apiaceae Anthriscus Anthriscus caucalis M. Bieb.
Zusammenfassung
Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 15-80 cm hoch. Blätter dunkelgrün, 1-2fach gefiedert, Teilblätter fiederteilig, mit spitzen Zipfeln, locker borstig behaart. Dolden 3-5strahlig, Strahlen kahl. Hülle fehlend. Hüllchenblätter 2-5, meist bewimpert. Blüten weiss. Frucht 3-5 mm lang, dicht mit hakig gebogenen Stacheln besetzt, in einen ca. 1 mm langen, kahlen Schnabel verschmälert .
Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-6
Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Wegränder, Ödland / kollin / VS (Rhonetal), sonst sehr vereinzelt J und M
Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Ursprünglich südeuropäisch ?
Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 324+352.t.2n=18
Status
Status IUCN: Verletzlich
Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität
Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Vorkommen Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Zerstörung des Lebensraums
Ökologie
Lebensform Therophyt
Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015
| 5.1.5 - Nährstoffreicher Krautsaum ( Aegopodion + Alliarion) |
fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)
| Bodenfaktoren | Klimafaktoren | Salztoleranz | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Feuchtezahl F | -- | Lichtzahl L | -- | Salzzeichen | -- |
| Reaktionszahl R | -- | Temperaturzahl T | -- | ||
| Nährstoffzahl N | -- | Kontinentalitätszahl K | -- | ||
Abhängigkeit vom Wasser
| Flüsse | 0 - unbedeutend, keine Bindung. |
| Ruhiges Wasser | 0 - unbedeutend, keine Bindung. |
| Grundwasser | 0 - unbedeutend, keine Bindung. |
Nomenklatur
Gültiger Name (Checklist 2017): Anthriscus caucalis M. Bieb.
Volksname Deutscher Name: Hunds-Kerbel Nom français: Cerfeuil à poils crochus Nome italiano: Cerfoglio lappola
Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken
| Relation | Nom | Referenzwerke | No |
|---|---|---|---|
| = | Anthriscus caucalis M. Bieb. | Checklist 2017 | 35600 |
| = | Anthriscus caucalis M. Bieb. | Flora Helvetica 2001 | 1416 |
| = | Anthriscus caucalis M. Bieb. | Flora Helvetica 2012 | 1834 |
| = | Anthriscus caucalis M. Bieb. | Flora Helvetica 2018 | 1834 |
| = | Anthriscus caucalis M. Bieb. | Index synonymique 1996 | 35600 |
| = | Anthriscus caucalis M. Bieb. | SISF/ISFS 2 | 35600 |
| = | Anthriscus caucalis M. Bieb. | Welten & Sutter 1982 | 1132 |
= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)
Status Indigenat: Indigen
Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein
Status Rote Liste national 2016
Status IUCN: Verletzlich
Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A2c; A4c
Status Rote Liste regional 2019
| Biogeografische Regionen | Status | Kriterien IUCN |
|---|---|---|
| Jura (JU) | stark gefährdet (Endangered) | B2b(iii)c(iii) |
| Mittelland (MP) | stark gefährdet (Endangered) | B2b(iii)c(iii) |
| Alpennordflanke (NA) | verletzlich (Vulnerable) | A2c; A4c |
| Alpensüdflanke (SA) | vom Aussterben bedroht (Critically Endangered) | B2bc(iii) |
| Östliche Zentralalpen (EA) | -- | |
| Westliche Zentralalpen (WA) | verletzlich (Vulnerable) | A2c; A4c |
Status nationale Priorität /Verantwortung
| Nationale Priorität | 4 - Mässige nationale Priorität |
| Massnahmenbedarf | 1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf |
| Internationale Verantwortung | 1 - Gering |
| Überwachung Bestände | 1 - Überwachung ist eventuell nötig |
Schutzstatus
| International (Berner Konvention) | Nein | |
| GE | Vollständig geschützt | (25.07.2007) |
| Schweiz | -- |
Status in sektoriellen Umweltpolitiken
| Umweltziele Landwirtschaft: | Z - Zielart | weitere Informationen |
Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Vorkommen Regelmässiges Dokumentieren der Populationen (zum Beispiel mit Pflanzenpatenschaften) insbesondere in Regionen, in denen die Art sehr selten ist Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Die Art wird oft angepflanzt und entwischt aus Gärten . Diese " künstlichen " Vorkommen sind von den autochthonen Bestände zu unterscheiden - darauf sollte nach Möglichkeit schon bei der Datenerfassung Wert gelegt werden. Der Erhalt von alteingesessenen Population hat Priorität . Samen aus solchen Populationen sollten in einer nationalen Samenbank eingelagert werden. Zerstörung des Lebensraums Ruderalstandorte erhalten und fördern Versiegelungen verhindern Rücksichtsnahme auf die Art bei der Wegpflege Ex situ Material Close Mehr Informationen S. Schneider, 2017: Konzeption zum Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter in Luxemburg, Maßnahmen zum Erhalt - Vortrag auf dem Workshop Schutz der gefährdeten Ackerflora und -fauna, Bertrange. Organisiert von SICONA & Partnern S. Meyer et al, 2013: Ackerwildkrautschutz - Eine Bibliographie - BfN Skripten 351