Lamium hybridum Vill.

Bastard-Taubnessel

Art ISFS: 226100 Checklist: 1025720 Lamiaceae Lamium Lamium hybridum Vill.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie L. amplexicaule, aber auch die oberen Blätter in einen kurzen Stiel verschmälert, nicht stängelumfassend . Krone rosa. In den meisten Merkmalen intermediär zwischen L. purpureum und L. amplexicaule .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 4-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Gärten, Äcker, Schuttplätze, warme Lagen / kollin-montan / VS, MW u.a.

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Europäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 334-43 + 2.t.2n=36

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Verlust des Lebensraums (in Hackfruchtäckern und Gärten) Ungeeignete Bewirtschaftung (Intensivierung, kein Jäten, kein Pflügen) Herbizide und Bodenverbesserung

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

8.2.3.2 - Kalkreicher, lehmiger Hackfruchtacker (Fumario-Euphorbion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig feuchtLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rschwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)Temperaturzahl Tunter-montan und ober-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Lamium hybridum Vill.

Volksname Deutscher Name: Bastard-Taubnessel Nom français: Lamier hybride Nome italiano: Falsa ortica ibrida

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Lamium hybridum Vill.Checklist 2017226100
=Lamium hybridum Vill.Flora Helvetica 20011660
=Lamium hybridum Vill.Flora Helvetica 20121568
=Lamium hybridum Vill.Flora Helvetica 20181568
=Lamium hybridum Vill.Index synonymique 1996226100
=Lamium hybridum Vill.Landolt 19772514
=Lamium hybridum Vill.Landolt 19912044
=Lamium hybridum Vill.SISF/ISFS 2226100
=Lamium hybridum Vill.Welten & Sutter 19821391

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Archeophyt: vor der Entdeckung von Amerika in der Region aufgetreten (vor 1500)

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A4c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii)c(iii)
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)B2ab(iii)c(iii)
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)B2ab(iii)c(iii)
Alpensüdflanke (SA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Östliche Zentralalpen (EA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)A4c

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Verlust des Lebensraums (in Hackfruchtäckern und Gärten) Etablieren einer extensiven landwirtschaftlichen Nutzung mit Kartoffel und anderen Hackfrüchten und nicht zu sauberer Unkrautbekämpfung Schaugärten mit traditioneller Nutzung und Anbau typischer alpiner Kräuter und Feldfrüchte einrichten Ungeeignete Bewirtschaftung (Intensivierung, kein Jäten, kein Pflügen) Bewirtschaftungsverträge mit Landwirten ( BFF-Verträge mit Beibehaltung des Jätens, des Pflügens und Erhaltung der Frühjahrskulturen) Herbizide und Bodenverbesserung Vermeidung jeglichen Herbizideinsatzes auf Feldern Verzicht von Bewirtschaftung im Herbst und Winter (oder nur sehr gezielt, nicht da, wo die Art vorkommt) Ex situ Material Close