Teucrium botrys L.

Trauben-Gamander

Art ISFS: 414900 Checklist: 1046260 Lamiaceae Teucrium Teucrium botrys L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 10-30 cm hoch, verzweigt, unangenehm riechend. Stängel und Blätter drüsig-zottig behaart. Blätter bis fast auf die Mittelrippe 1-2fach fiederschnittig, 1,5- 2 cm lang, gestielt. Blüten zu 1-4 in den Achseln der oberen Blätter, diese nicht viel kleiner als die unteren. Krone rosa, weiss und purpurn gefleckt, ohne Oberlippe, mit 5teiliger Unterlippe, ca. 1 cm lang. Teilfrüchte fast kugelig, grubig, 1,5- 2 mm lang.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Ödland, Äcker, Felsschutt / kollin-montan / J, M, AN, VS, südliches TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Südeuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 1 + w + 42-44 + 4.t.2n=10

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Ungeeignete Bewirtschaftung Eutrophierung, Konkurrenz Fehlen von trockenen, v.a. sandigen Pionierböden Isolierte Populationen Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.1.1 - Wärmeliebende Kalkfels-Pionierflur (Alysso-Sedion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Ftrocken; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Teucrium botrys L.

Volksname Deutscher Name: Trauben-Gamander Nom français: Germandrée en grappe Nome italiano: Camedrio secondo

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Teucrium botrys L.Checklist 2017414900
=Teucrium botrys L.Flora Helvetica 20011629
=Teucrium botrys L.Flora Helvetica 20121548
=Teucrium botrys L.Flora Helvetica 20181548
=Teucrium botrys L.Index synonymique 1996414900
=Teucrium botrys L.Landolt 19772470
=Teucrium botrys L.Landolt 19912009
=Teucrium botrys L.SISF/ISFS 2414900
=Teucrium botrys L.Welten & Sutter 19821372

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A2c; B2ab(ii,iii,iv)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)A2c; B2ab(ii,iii,iv)
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)A2c; B2ab(ii,iii,iv)
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2a(i)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)A2c; B2ab(ii,iii,iv)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
BLVollständig geschützt(01.01.2012)
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
NWVollständig geschützt(29.11.2005)
Schweiz--
TGVollständig geschützt(01.01.2018)
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Ungeeignete Bewirtschaftung Erhaltung und Unterstützung der extensiven Beweidung, um Störungen zu fördern und die Aufgabe des Landes zu vermeiden Eutrophierung, Konkurrenz Reduzierung des Einsatzes von Düngemitteln (damit die Art nicht zu starken Druck durch andere Pflanzen erhält) Fehlen von trockenen, v.a. sandigen Pionierböden Förderung von v.a. kiesig-sandigen Pionierflächen (auch Kalkschotter) in trockenen Lagen durch Oberbodenabtrag Isolierte Populationen Regelmässige Kontrolle der Bestände, wenn Populationen ausserhalb von Schutzgebieten nach Möglichkeit Mikroreservate einrichten Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Wenn die Art zur Begrünung von Flachdächern benutzt wird, unbedingt auf regionales Saatgut zurückgreifen Ex situ Material Close