1. Malaxis paludosa (L.) Sw.

( Hammarbya paludosa [L.] O. Kuntze),

Sumpf-Weichkraut

Knollen voneinander entfernt. Stengel 5-25 cm hoch. Blätter 2-3, aufrecht, oval, das oberste { größte) bis 3 cm lang, 2 1 /a-5 1 /Anal so lang wie breit. Untere Tragblätter die Perigonblätter meist erreichend, obere kürzer . Äußere Perigonblätter lanzettlich, stumpf, 2,5-3 mm lang, etwa 3mal so lang wie breit; innere Perigonblätter lanzettlich, allmählich und fein zugespitzt, 1,5-2 mm lang, 2-3mal so lang wie breit; Lippe lanzettlich, etwa so lang wie die innern Perigonblätter, am Grunde die Ränder etwas aufgewölbt . - Blüte: Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 28 (unsicher): Material aus Dänemark (Hagerup 1944a), aus Holland (Kliphuis 1963).

Standort. Montan. Hochmoore, zwischen Moospolstcrn.

Verbreitung. Eurosibirisch-nordamerikanische Pflanze: Nordgrenze durch die Shetlandinseln, Nordschweden (68° NB), Halbinsel Kola; Südgrenze durch Pyrenäen, Alpen, Karpaten; weiter östlich wenige Fundorte zwischen 50 und 60* NB bis ins Amurgebiet; Sachalin, Japan; in Nordamerika wenige Fundorte in Alaska und im Westen zwischen 50 und 60! NB, zudem in Südkanada und Minnesota. Verbreitungskarten von Hultén (1958) und Meusel (1964). - Im Gebiet einige Fundstellen im Kt. Schwyz (Gegend von Einsicdeln und Altmatt), Zug (einziger Fundort bei Altmatt wahrscheinlich zerstört [Merz 1964 mündlich]), Vogesen (Hohneck), Schwarzwald (Nonnenmattweiher, nach Oberdörfer 1962 nicht mehr gefunden), deutsches Bodenseegebiet (Gegend von Isny); sehr selten.