2. Nigritella rubra (Wettst.) K. Richter,
Rotblütiges Männertreu
Blütenstand (voll aufgeblüht) kegelförmig bis zylindrisch, nie kugelig. Blüten leuchtend hellrot. Seitliche innere Perigonblätter etwa so breit wie die äußern Perigonblätter; Lippe über dem Grunde trichterförmig eingerollt. - Blüte: Sommer.
Zytologische Angaben. 2n = 38 ( gezählt n = 19): Material aus den Alpen; normal sexuelle Fortpflanzung (Chiarugi 1929). 2n - 80 (n nicht gezählt): Material aus Cresta (Avers, Graubünden) (Heusser 1938).
Standort. Subalpin. Nur auf kalkhaltigen, humosen, lockeren Böden . Magere Weiden und Wiesen.
Verbreitung. Ostalpin-karpatische Pflanze: Vom Berner Oberland (Adelboden) und Tessiner Alpen ostwärts, ziemlich selten. Ostkarpaten.
Bemerkungen. Die Chromosomenzahlen sind nachzuprüfen (es könnte sein, daß Heusser 1938 zufällig poly-ploidcs Wurzelgewebe untersucht hat), und die Fortpflanzung ist zu untersuchen.
Janchen (1959) führt den neuen Namen N. miniata (Crantz) Janchen ein; wir übernehmen den Namen nicht, da er wenig gesichert erscheint.