14. Orchis mascula L.,
Männliche Orchis
Knollen eiförmig . Stengel 10-40 cm hoh. Blätter mit abstehender Spreite, nahe dem Grund, lanzett-lich, 5-15 cm lang, 4-8mal so lang wie breit, größte Breite in oder über der Mitte; obere Blätter kleiner, den Stengel scheidenartig umfassend. Blütenstand 5-15 cm lang, zylindrisch, lockerblütig bis dichtblütig . Tragblätter häutig, lanzettlich, etwa so lang wie der Fruchtknoten, meist purpurrot. Blüten: 2 äußere, seitliche Perigonblätter abstehend, aufwärts gerichtet oder zurückgebogen, 3 Perigonblätter zusammenneigend, alle Perigonblätter lanzettlich, spitz, die äußern 8-10 mm lang, die innern 2 / 3 so lang, purpurrot, seltener lila bis weiß; Lippe 10-12 mm lang, und fast so breit, sattelförmig, oft heller als die Perigonblätter, mit dunkelroten Flecken, bis auf 2 / 3 3teilig, Abschnitte 1/2-2mal so lang wie breit, gestutzt, feingezähnt bis gefranst, Mittelabschnitt meist ausgerandet, oft mit feiner Spitze in der Ausrandung; Sporn keulenförmig oder zylindrisch, meist aufwärts gerichtet, selten fast horizontal, etwa so lang wie der Fruchtknoten. - Blüte: Später Frühling .
Zytologische Angaben. 2n = 42: Material aus Herblingen (Schaffhausen), Glattfelden ( Zürich), Juf im Avers, 2300 m ( Graubünden) und Comerseegebiet, 400 m (Heusser 1938); Material aus Dänemark (Hagerup 1938), aus Polen (Skalinska et al. 1957), aus Holland (Kliphuis 1963).
Standort. Kollin, montan und subalpin, selten alpin. Humose, lockere, tiefgründige, etwas feuchte Böden . Un-gedüngte oder wenig gedüngte Wiesen, lichte Laubmischwälder, Erlengebüsch, Alpweiden.
Verbreitung . Europäische Pflanze: Nordwärts bis Shetlandinseln, in Norwegen bis 70° NB, Baltikum, ostwärts bis ins Wolgagebiet; durch ganz Südeuropa, Nordwestafrika, Kleinasien bis Iran (in Osteuropa und Westasien 2 weitere Sippen). Verbreitungskarte von Meusel (1964). - Im Gebiet verbreitet, ziemlich häufig .