2. Epipactis atropurpurea Rafin.
( Helleborine atropurpurea [Rafin.] Schinz et Thellung, E. rubiginosa [Crantz] Gaud., E. atrorubens [Hoffm.] Schultes),
Dunkelrote Sumpfwurz
20-80 cm hoch. Stengel besonders im obern Teil flaumig behaart und rötlich . Blätter groß, breit lanzettlich bis oval, 2-3mal so lang wie breit, am Grunde breit dem Stengel aufgesetzt bis stengelumfassend, 2zeilig (bei den andern Arten schraubig) angeordnet, schief abstehend, oft sichelförmig zurückgebogen, länger als die Internodien. Blütenstand reichblütig . Blüten purpurrot; äußere 3 Perigonblätter lanzettlich, 6-8 mm lang, wenig über dem Grunde am breitesten (4-5 mm breit), zusammenneigend, die 2 innern Perigonblätter wie die äußern, jedoch heller purpurrot; Lippe wenig kürzer als die Perigonblätter; Vorderteil Uf-Imal so breit wie lang, im Umriß fast rechteckig, am Grunde oberseits runzelig-kraus, durch einen engen Kanal vom Hinterteil getrennt; Fruchtknoten dicht und kurz flaumig behaart. - Blüte: Sommer.
Zytologische Angaben. 2n - 40: Material aus Skandinavien (Hagerup aus Löve und Löve 1942b, Löve und Löve 1944b), aus Polen (Skalinska et al. 1957), aus Holland (Kliphuis 1963). 2n - 40 und 1-8 B-Chromosomen: Material aus der Schweiz (Schaffhausen) (Meili-Frei 1965).
Standort. Kollin, montan und subalpin. Kalkhaltige, steinige bis sandige, trockene, humose Böden . Föhrenwälder; auch mergelige, wechselfeuchte Rutschhänge (Molinietum litoral is Sch errer 1925).
Verbreitung. Eurasiatische Pflanze: Nordgrenze durch Schottland, Skandinavien (70° NB), Finnland, ostwärts bis südliches Jenissejgebiet; Südgrenze durch Südspanien, Süditalien, südliche Balkanhalbinsel, Kaukasus, Turkestan. Verbreitungskarte von Meusel (1964). - Im Gebiet verbreitet, ziemlich häufig .