10 . Orchis paellens L. ,

Blasse Orchis

Knollen kugelig bis eiförmig . Stengel 15-40 cm hoch, unter der Mitte mit 3-5 lang ovalen, 5-15 cm langen, 2 1/2 -4 1 l2mal so langen wie breiten ( größte Breite in oder über der Mitte), stumpfen Blättern . Blütenstand eiförmig bis zylindrisch, 4-10 cm lang, vielblütig (meist über 10 Blüten) und ziemlich dichtblütig . Tragblätter häutig, durchscheinend, allmählich und fein zugespitzt, so lang oder länger als der Fruchtknoten. Blüten hellgelb; die beiden seitlichen, äußern Perigonblätter abstehend oder zurückgebogen, die 3 übrigen zusammenneigend, oval, 6-10 mm lang, etwa doppelt so lang wie breit, die äußern wenig länger als die innern, stumpf, konkav; Lippe etwa so lang wie die äußern Perigonblätter, im Umriß rundlich, nach oben konvex, durch 2 schmale, 1-2 mm tiefe Einschnitte 3teilig; Sporn ± gerade, stumpf, horizontal oder aufwärts gerichtet, ungefähr so lang wie der Fruchtknoten. - Blüte: Später Frühling und früher Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 40: Material aus Herblingen (Schaffhausen) und vom rechten Ufer des Walensees (Heusser 1938).

Standort. Kollin und montan, selten subalpin. Stets kalkhaltige, humose, feinerdenreiche Böden . Lichte Laubmischwälder und Gebüsche, besonders in warmen Gegenden mit mildem Klima.

Verbreitung. Südeuropäische Pflanze: Nordgrenze durch Dép . Var, Westalpen, Elsaß, Pfalz, Thüringen, Salzburg, Wiener Becken, Siebenbürgen, Krim, ostwärts bis Kaukasus; Südgrenze durch Pyrenäen, Korsika, Süditalien, Kreta, Kleinasien. - Im Gebiet: Elsaß, Wiesental bei Basel, Schaffhausen (viele Fundstellen) und angrenzende deutsche Gebiete, Jura (Mont Grelle im Savoyer Jura, Grand-Colombier im De'p. Ain, Solothurner, Basler und Aargauer Jura [sehr selten]), Alpengebiet (besonders Zentral- und Südalpen); selten.