2 . Lepidium campestre (L.) R. Br.,

Feld-Kresse

Fig

1- 2 jährig, mit Pfahlwurzel; 15-60 cm hoch. Stengel aufrecht, im obern Teil verzweigt, kurz abstehend behaart (Haare 0,1-0,3 mm lang). Untere Blätter oval bis lanzettlich, unregelmäßig fieder-teilig bis ungeteilt und ganzrandig gestielt; obere Blätter sitzend und mit 2 spitzen Zipfeln den Stengel umfassend, bis 4 cm lang und bis 1 cm breit, 3-8mal so lang wie breit, meist entfernt und wenig tief buchtig gezähnt, kurz behaart. Kelchblätter 1,3-1,6 mm lang, kahl. Kronblätter weiß,

2- 3 mm lang. Staubblätter 6. Fruchtstiele dicht und kurz behaart, 1 - 1 1/2 mal so lang wie die Früchte . Früchte 4-6 mm lang und fast so breit, am Grunde gerundet, vorn mit flügelartigem Rand und beim Griffel etwas ausgerandet, dicht mit Papillen besetzt. Griffel an der Frucht 0,4-0,5 mm lang, länger als die Ausrandung. - Blüte: Später Frühling und früher Sommer.

Zytologische Angaben. 2n - 16: Material aus Norddeutschland (Wulff 1939c, Reese 1950), aus Island ( Löve und Löve 1956b) und aus Nordamerika (Mulligan 1957 1961a, Easterley 1963).

Standort . Kollin und montan, selten (verschleppt) subalpin. Offene, nährstoffreiche, lehmige Böden in wärmeren Lagen. Wegränder, Ufer, Acker, Schuttstellen.

Verbreitung. Europäische Pflanze: Ganz Europa, ohne arktische Gebiete und Mittelmeergebiet; Kleinasien, Kaukasus. - Im Gebiet zerstreut, ziemlich häufig .

Bemerkungen. Das nah verwandte L. heterophyllum (DG.) Benth. aus Südwesteuropa tritt im Gebiet gelegentlich an ähnlichen Stellen wie L. campestre adventiv auf, so besonders im Tessin. 2n = 16. Es unterscheidet sich von L. campestre durch folgende Merkmale: Ausdauernd; am Grunde mit faserigen Resten toter Blätter; Staubbeutel rötlich, beim Abblühen violett (bei L. campestre gelb); Fruchtstiele kürzer als die Frucht; Frucht oft ohne Papillen; Griffel ca. 1 mm lang.