taxonID	type	description	language	source
050B87E6FFCBFFD5FCAAFC794078F9D9.taxon	description	(Ptiliidae, abb. 15) ist in europa und dem Maghreb weit verbreitet, aber auch aus der afrotropis gemeldet (cf. SÖRenSSOn 2015: 172). Die art ist aus weiten teilen Deutschlands unbekannt und wurde nur aus thüringen und Schleswig­ Holstein häufiger gemeldet (cf. BLeIcH et al. 2024). auf dem Haimberg wurden zahlreiche Individuen am 28.7.2024 aus einem verrottenden, von Schimmelpilzen befallenen Pferdemisthaufen (abb. 16) gesiebt. SÖRenSSOn (in litt. 2024) fand die art in Schweden ebenfalls in Pferdemist. Larven und Imagines der Ptiliidae ernähren sich von Pilzsporen und besiedeln verpilzte Milieus unterschiedlichster art (BeSUcHet & SUnDt 1971: 312). Die Determination wurde von Mikael Sörensson, Lund, Spezialist für Ptiliidae, bestätigt.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCAFFD5FF3AF92D4198F9FD.taxon	description	(Ptiliidae, abb. 17) wurde von JOHnSOn (1972: 94) nach exemplaren von der im südlichen atlantik gelegenen Insel St. Helena beschrieben. Die art wurde danach auch auf den azoren, teneriffa, Madeira und in Portugal nachgewiesen und als atlantisches Faunenelement eingestuft (JOHnSOn 1975: 1). nach SÖRenSSOn (2015: 176) hat sich dieser Federflügler mittlerweile über das westliche europa bis zu den Britischen Inseln und Skandinavien ausgebreitet. erst vor wenigen Jahren publizierte gOLLKOWSKI (2008: 220) den erstnachweis für Deutschland, wo A. sanctaehelenae die bekannte östliche Verbreitungsgrenze im Oberrheingraben und dem westlichen SchleswigHolstein erreicht (cf. BLeIcH et al. 2024). Der Fund auf dem Haimberg erweitert das bekannte areal der vermutlich in ausbreitung begriffenen art weiter nach Osten. Acrotrichis sanctaehelenae wurde am 28.7.2024 in hoher abundanz und syntop mit A. cephalotes aus verrottendem Pferdemist (abb. 16) gesiebt. auch diese Determination wurde von Mikael Sörensson, Lund, bestätigt.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCAFFD5FCBBF9C146B2F7F4.taxon	description	(Staphylinidae, abb. 18) ist in West­ und Mitteleuropa weit verbreitet und auch von den Kanarischen Inseln und aus dem Maghreb bekannt (cf. ScHÜLKe & SMetana 2015: 1014). In Deutschland ist die art nach BLeIcH et al. (2024) in der tiefebene erkennbar häufiger als im Süden. So liegen aus den Mittelgebirgen und Süddeutschland nur sehr vereinzelte nachweise vor. Ich siebte ein ♂ am 28.12.2021 aus liegen gebliebenem Heu auf den talwiesen der Saurode. Dieser Fundumstand steht im einklang mit SOLODOVnIKOV (2011: 397), wonach die Biologie der art zwar unbekannt ist, sie aber oft in Heu­ oder Strohhaufen gefunden wird.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCDFFD2FF2DFF4D43AFFBC5.taxon	description	(cantharidae) ist nach KazantSeV & BRancUccI (2007: 290) bislang nur aus Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien, der tschechischen Republik und der Slowakei bekannt. Die art wurde in weiten teilen Deutschlands noch nicht nachgewiesen und ist nur in thüringen und Schleswig­ Holstein häufiger gefunden worden (cf. BLeIcH et al. 2024). HORIOn (1953: 75) bezweifelte die einzige Meldung des M. lobatus für Hessen [Schwanheimer Wald, 1903, unter dem Synonym Malthinus brachypterus KIeSenWetteR (BÜcKIng 1931: 179)], da Belege fehlen. Der erste belegte hessische nachweis gelang am 27.6.2020 im tal der Saurode. Dort klopfte ich ein ♀ aus der bachbegleitenden Vegetation, das aufgrund der Mandibeln vom typ D (cf. WIttMeR 1979: 43), der grösse unter 2 mm und der extrem kurzen elytren ohne gelben apikalfleck als M. lobatus anzusprechen ist. HORIOn (1953: 75) zufolge werden ♂♂ der art äusserst selten gesammelt, was mit Kurzlebigkeit erklärt werden kann. nach KOcH (1989 b: 39) leben die Larven der prädatorischen Malthodes ­ arten in morschem Holz, die Imagines auf gebüsch und Bäumen.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCDFFD2FF2DFBC946BBFBBC.taxon	description	(Monotomidae, abb. 19) wurde von HOLzScHUH & LOHSe (1981) nach exemplaren aus niederösterreich beschrieben. nach JeLíneK (2007: 494) ist die art nur aus Österreich, Liechtenstein und Deutschland bekannt. Das Ukrainian Biodiversity Information Network (ukrbin. com) meldet M. gotzi auch für die Ukraine. BLeIcH et al. (2024) führen vier deutsche nachweise an zwei für das südliche niedersachsen und je einen für den Harz und den thüringer Wald. auf dem Haimberg wurde die seltene art erstmals in Hessen nachgewiesen. Ich siebte ein ♀ am 28.7.2024 zusammen mit mehreren exemplaren der nächstverwandten M. brevicollis aus demselben verrottenden Pferdemisthaufen, in dem auch die hessischen erstnachweise der Ptiliiden Acrotrichis cephalotes und A. sanctaehelenae gelangen (abb. 16). Monotoma ­ arten leben gewöhnlich in faulenden und schimmelnden Vegetabilien (KOcH 1989 b: 168, 169). So wurden die typen der M. gotzi in Komposthaufen und Heuresten gefunden, aber auch mit Hühnermist und Küchenabfällen geködert (HOLzScHUH & LOHSe 1981: 177). abb. 19 illustriert die Unterscheidungsmerkmale von M. gotzi und M. brevicollis am Beispiel von exemplaren vom Haimberg im Vergleich.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCCFFD3FCBBFE654700FDE0.taxon	description	(Ptiliidae): tal der Saurode, Feldgehölz auf dem Haimberg, zuletzt am 29.4.2023, aus gartenabfällen gesiebt [Kellerwald: Bringhausen (ScHaFFRatH 2013: 54)].	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCCFFD3FCBBFDF54676FD70.taxon	description	(Staphylinidae): Offenland des Haimbergs, 23.6.2022, ein ♂ in eklektorfalle [Umgebung Bad arolsen, ohne Datum (HOFMann 2024)].	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCCFFD3FCBBFD4547EAFCE4.taxon	description	(Staphylinidae): Feldgehölze und Wald des Haimbergs, zuletzt am 27.4.2022 [Bad Hersfeld: Obersberg (PUtHz 1978: 187)].	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCCFFD3FCBBFCE94702FC50.taxon	description	(Staphylinidae): Laubmischwald des Haimbergs über Kalk, 29.6.2022, zahlreiche exemplare in Bodenfallen [Fundpunkt auf Verbreitungskarte im Landkreis gross­gerau, zeitraum 1950 ­ 2000 (HOFMann 2024)].	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCCFFD3FCBBFBA547DEFB0C.taxon	description	(Staphylinidae): Vegetationsarme, trockene Böschung der Landesstrasse L 3418 n (Westring), 12.5.2024, mehrere exemplare in Bodenfalle [Frankfurt, Stadtwald: Mülldeponie (Monte Scherbelino), 2000 (BRenneR 2003: 43)].	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCCFFD3FF3AFA294095F839.taxon	description	(Lathridiidae, abb. 20) wurde erst jüngst von RÜcKeR & JOHnSOn (2007: 18, 19) beschrieben. Die art ist in europa, Kleinasien und der Levante weit verbreitet (RÜcKeR & JOHnSOn 2007: 23). Mittlerweile liegen Fundmeldungen aus ganz Deutschland mit ausnahme des nordostens vor (cf. BLeIcH et al. 2024). am 10.5.2024 klopfte ich auf dem südwestexponierten Halbtrockenrasen des Haimbergs (Wacholderhang) ein ♂ von einem abgestorbenem Juniperus communis. nach RÜcKeR & JOHnSOn (2007: 18) ist M. rispini eine myzetophil­phytodetritikole art, die verschimmelte Pflanzenabfälle besiedelt, aber auch auf von Aspergillus niger befallenen Robinia pseudacaciae gefunden wurde.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCCFFD3FCBBF95146ECF8DC.taxon	description	(nitidulidae): Haimberg, Laubmischwald, 29.5.2021, aus der Krautschicht gekeschert [Meinhard­Hitzelrode: Hohestein, 2009 (RenneR 2012: 13)].	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCCFFD3FCBBFB11419DFA24.taxon	description	(Staphylinidae): Saurodetal, grünland auf nordostabfall des Haimbergs, Feldgehölze, Laubmischwald, zuletzt am 28.12.2021, aus Phytodetritus und gartenabfällen gesiebt [Bad Hersfeld: Beiershausen (PUtHz 1984: 60)]	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCCFFD3FCBBFA2947CAF990.taxon	description	(Staphylinidae): Vegetationsarme, trockene Böschung der Landesstrasse L 3418 n (Westring), 12.5.2024, mehrere exemplare in Bodenfalle [Fundpunkt auf Verbreitungskarte in Südhessen, nach 2000 (HOFMann 2024)].	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCCFFD0FCBBF82143F3FA01.taxon	description	(Phalacridae, abb. 21): Haimberg, 28.7.2024, aus verrottendem Pferdemist (abb. 16) gesiebt. WeBeR (1903: 143) erwähnte die art in seinem Verzeichnis der Käfer von Kassel mit Verweis auf eine artenliste, die er von dem Kasseler Sammler Riehl erhielt. Die zwei Belegexemplare in der Sammlung Riehl an der Philipps­Universität Marburg (HORn et al. 1990: 326) wurden überprüft und sind korrekt determiniert (HaUtH, HOFMann, in litt. 2024). Dennoch bleiben zweifel, ob diese Stücke tatsächlich in Hessen gesammelt wurden. WeBeR (1903: 98) schrieb: Leider hat Riehl keine schriftlichen angaben über seine Fundorte und zeiten hinterlassen. Da RIeHL jedoch (fast?) ausschliesslich in der Umgebung Kassels gesammelt hat, stammen die beiden Belege sehr wahrscheinlich aus Hessen, weshalb ich den Fund auf dem Haimberg als hessischen zweitnachweis einstufe.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCCFFD3FCBBF9E5464FF94C.taxon	description	(Staphylinidae): Haimberg, Fichtenforst am nordostrand des Waldes, 29.4.2023, unter Rinde abgestorbener Fichte [Frankfurt, ohne Datum, teste LOHSe 1966 (HORIOn 1967: 254)].	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCCFFD3FCBBFF4D46F0FE10.taxon	description	(Staphylinidae): Quellzufluss des Haimbachs, Saurodetal, Feldgehölze und Wald des Haimbergs, zuletzt am 26.10.2023, aus der Bodenstreu gesiebt [Fundpunkt auf Verbreitungskarte im Landkreis gross­gerau, nach 2000 (HOFMann 2024)].	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCFFFD0FCAAFB5941C1F991.taxon	description	(Ptiliidae): Haimberg, 28.7.2024, aus verrottendem, auf acker abgekipptem Pferdemist (abb. 16) syntop mit A. cephalotes und A. sanctaehelenae (siehe Kap. 3.3.1) gesiebt [Frankfurt, Darmstadt, Seligenstadt (ScRIBa 1865: 2); Richtigstellung durch VOn HeYDen (1889: 165): Die Frankfurter Stücke sind sericans HeeR]; Wiederfund in Hessen nach 160 Jahren.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCFFFD0FCAAF9E5470DF8A9.taxon	description	(Staphylinidae): Haimberg, 29.4.2023, einige exemplare oberhalb Mittelrode aus im nSg abgekippten, verrottenden gartenabfällen gesiebt [nidda Ober­Lais (ScRIBa 1862: 35); Frankfurt am Main (VOn HeYDen 1904: 68); Wiederfund in Hessen nach 120 Jahren.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCFFFD0FF2DFA154324F9B4.taxon	description	(cryptophagidae): Haimberg, Feldgehölz, 7.4.2021 [Wiesbaden (VOn HeYDen 1904: 56)].	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCFFFD0FF2DF95140CDF8DC.taxon	description	(curculionidae): Haimberg, Fichtenforste am nordostrand des Waldes, zuletzt am 25.6.2024, an abgestorbenen Fichten [edersee, nach 2000 (HOFMann 2024)].	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCFFFD0FF2DF9B943F6F94C.taxon	description	(cryptophagidae): Quellzufluss des Haimbachs, Saurodetal, Offenland, gehölze und Wald auf Haim­ und Vogelsberg, zuletzt am 23.6.2024, häufig in Phytodetritus, gartenabfällen, Pferdemist [Hadamar, 2008 (BRenneR 2010: 64)].	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCFFFD1FCAAF8BD46F1FE7D.taxon	description	(Monotomidae, abb. 22): Haimberg, 28.7.2024, zusammen mit M. gotzi und M. brevicollis in verrottendem Pferdemist (abb. 16), in den Vorjahren in faulenden Vegetabilien, in FRIScH (2019: 121) fälschlich als M. bicolor gemeldet (siehe Kap. 5: corrigenda) [Rotenburg an der Fulda (eISenacH 1883: 98); Kassel (BaRteLS 1883: 102); Bad Soden, Frankfurt am Main (ScRIBa 1865: 13)]. Monotoma quadricollis galt lange als Synonym der M. bicolor (z. B. VOn HeYDen 1904: 148; WInKLeR 1926: 708), bis VORSt (1999) die art revalidisierte und den namen M. quadricollis aUBØ, 1837 durch eine Lektotypendesignation festlegte. erste deutsche nachweise publizierte RenneR (1999) unmittelbar danach. Die art ist mittlerweile aus weiten teilen Deutschlands gemeldet, doch wurden die hessischen Meldungen aus dem 19. Jahrhundert von BLeIcH et al. (2024) nicht anerkannt. auch wenn der Fund auf dem Haimberg der erste gesicherte nachweis der M. quadricollis sensu VORSt (1999) in Hessen darstellt, ist eine neumeldung für Hessen gegenwärtig nicht möglich. nur eine Untersuchung der historischen Belege, sofern noch vorhanden, kann klären, ob M. quadricollis der alten autoren und M. quadricollis sensu VORSt (1999) konspezifisch sind und ob die art auf dem Haimberg erstmals in Hessen gefunden wurde. Die Sammlung ScRIBa befindet sich im Senckenbergmuseum, Frankfurt am Main (HORn et al. 1990: 359), die Sammlungen BaRteLS (HORn et al. 1990: 29) und eISenacH (RUPP & ScHMIDt 2022: 96) im naturkundemuseum im Ottoneum Kassel. Die vorliegende Meldung ist die erste für Hessen unter dem namen M. quadricollis seit 140 Jahren.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCEFFD1FCBBFDD141D9FD5D.taxon	description	(cryptophagidae): Haimberg, Feldgehölz, 7.4.2021 [Wiesbaden (VOn HeYDen 1904: 56)]; Wiederfund in Hessen nach 120 Jahren.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCEFFCEFCBBF909416AF865.taxon	description	(carabidae, abb. 24), (RL: D mh, He 2 / ss) ist von den Küsten des atlantiks durch die gemässigte Klimazone der Westpaläarktis bis nach Kasachstan und Westsibirien verbreitet (cf. MaRggI et al. 2003: 248, MÜLLeRMOtzFeLD 2004: 198). Die Röhrichte und Verlandungszonen besiedelnde art (tRaUtneR et al. 2017: 234) gilt als halophil. In Deutschland ist B. fumigatum nach BLeIcH et al. (2024) in der norddeutschen tiefebene und an den Küsten von nord­ und Ostsee häufig und wird nach Süden zunehmend seltener. Hessische nachweise liegen vor aus der Oberrheinebene [Lampertheimer altrhein (HanDKe 1996: 146); RiedstadtKnoblochsaue (BRenneR 1998: 46); trebur­geinsheim: Kornsand (BatHOn & BRenneR 1996: 2, BRenneR 2017: 3)], den Salzwiesen von Wisselsheim­Steinfurt in der Wetterau (BatHOn 1992: 44, gULDe & SacK 1921: 55, HÖHneR 1986: 121) und den Salzstellen im osthessischen Heringen (BRenneR 2003: 38, FLÜgeL & BRenneR 2013: 136). RIeHL (1863: 66) erwähnt im Verzeichnis der Käfer Kassels den namen B. fumigatum eingerückt (als Synonym?) unter B. adustum ScHaUM, 1860, ein Synonym des B. semipunctatum DOnOVan, 1806. ein exemplar des B. fumigatum flog am 23.6.2022 am Haimbachzufluss die Lichtfanganlage an. Die dortigen wechselfeuchten Ruderalen und Seggensümpfe mit kleinräumig offenen Bodenstellen entsprechen dem von tRaUtneR et al. (2017: 234) beschriebenen Lebensraum der art.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCEFFD1FCBBFE4147F4FDCC.taxon	description	(Phalacridae, abb. 21): Haimberg, 28.7.2024, aus Pferdemist (abb. 16) gesiebt [Kassel (WeBeR 1903: 143)]; Wiederfund in Hessen nach 120 Jahren (siehe Kap. 3.3.2).	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFCEFFD1FCBBFCA14681FB21.taxon	description	(cerambycidae, abb. 23): Haimberg, nordostabfall, Randzone des Basaltsteinbruchs, Juni 2023 und 8.5.2024, mehrere exemplare an frisch gefällten, mächtigen Stämmen von Populus tremula und an Lichtfanganlage [Saperda seidlii [ein Synonym von S. perforata] hat V. HeYDen in Mehrzahl aus aspenholz erzogen. (ScRIBa 1861: 189, 1867: 30); Schwanheimer Wald, 1900, 1901 (VOn HeYDen 1904: 283); Kelsterbach 1904 (HORIOn 1974: 193)]; Wiederfund in Hessen nach 120 Jahren.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFD1FFCFFCAAF86940D0FBBD.taxon	description	(carabidae, abb. 26), (RL: D ss, He 2 / ss), eine art osteuropäisch­sibirischer Verbreitung vom östlichen Mitteleuropa und Fennoskandien bis Ostsibirien (HIeKe 2003: 549, MaRggI 1992: 343), die HORIOn (1941) aus Deutschland noch unbekannt war, ist offenbar erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als adventivart nach Deutschland eingewandert (HORIOn 1954: 4). nach BLeIcH et al. (2024) ist A. littorea heute westlich bis zu einer Linie von Hamburg über das Rothaargebirge bis zum Oberrhein nachgewiesen. Die erste Meldung aus Hessen stammt aus Langenbieber im Landkreis Fulda (1963; FOLWacznY 1965: 127). Weitere hessische Funde stammen aus Heringen (1986, 1988; FLÜgeL & BRenneR 2013: 139), Maintal­Bischofsheim [1986, irrtümliche neumeldung für Hessen (BatHOn 1988: 30)] und aus dem Landkreis gross­gerau und dem nationalpark Kellerwald­edersee (nach 2000; HOFMann 2024). nach HIeKe (2004: 324) besiedelt A. littorea bevorzugt ˜ cker und Ruderalflächen auf leichten bis mittelschweren Böden von der ebene bis ins Montanum. ein ♀ befand sich in einer am 26.6.2021 geleerten eklektorfalle im Wald des Haimbergs. Das exemplar der waldfremden art ist dem angrenzenden Offenland zuzuordnen.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFD1FFCEFF2DF869418FF864.taxon	description	(carabidae, abb. 25), (RL: D V / s, He 2 / s) ist durch die südliche Paläarktis von Westeuropa und dem Mediterraneum bis Japan verbreitet (cf. KOPecKý 2003: 276). Die art ist nach BLeIcH et al. (2024) in Deutschland weit verbreitet und regional nicht selten, in Hessen aber bislang nur wenig nachgewiesen. neben dem schon länger bekannten Vorkommen an den Ufern von Rhein und Main (HOFMann 2024, HORIOn 1941: 168) liegt aus Hessen nur die ungeprüfte, historische Meldung aus Kassel [Henkelsches Schwimmbad an der Fulda (WeBeR 1903: 104)] unter dem Synonym T. bistriatus var. gregarius cHaUDOIR vor. Tachys micros ist eine hygrophil­ripicole art sandig­ kiesiger Ufer (MaRggI 1992: 119, tRaUtneR et al. 2017: 307), die nach KOcH (1989 a: 43) aber auch auf Sekundärlebensräume wie gewässer in ziegeleien und Kiesgruben ausweicht. auf dem Haimberg fand ich am 19.8.2019 ein exemplar auf dem lehmigen Ufer eines kleinen, erst vor wenigen Jahren ausgebaggerten amphibientümpels nahe des Basaltsteinbruchs.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFD0FFCCFCBBFF4D435BFB20.taxon	description	(carabidae, abb. 27), (RL: D 2 / es, He 0 / ex) ist von Westeuropa bis Ostsibirien verbreitet. Die thermophile art stahlt vom Mediterraneum in das südliche Mitteleuropa ein (cf. BaeHR 2003: 574), wo sie im 19. Jahrhundert noch weit verbreitet, danach aber bis auf Vorkommen in der südwestlichen Schweiz und der Slowakei offenbar ausgestorben war (cf. BaeHR 2004: 478, HORIOn 1941: 351). erst in jüngster zeit migriert P. connexus wieder nach norden, erfährt in Deutschland eine signifikante Häufigkeitszunahme (FRIeDRIcH 2012: 5, 6) und ist inzwischen bis Hamburg vorgedrungen (cf. BLeIcH et al. 2024). Der grund für diese expansion mag in der gegenwärtigen Klimaerwärmung zu suchen sein. auch die hessische nachweishistorie spiegelt diese arealoszillation wider. Dem Fund auf dem Bierstadter Berg bei Wiesbaden 1894 und 1895 (VOn HeYDen 1896: 92, 1904: 51; HORIOn 1941: 351) folgte eine nachweislücke von 120 Jahren, bis P. connexus in den Jahren 2015 [Bickenbach: Schifflache (BRenneR 2017: 5)] und 2017 [Hanau (BRenneR 2019: 37)] jeweils durch Lichtfang wieder im südlichen Hessen festgestellt wurde. Inzwischen liegen weitere nachweise aus dem Rhein­ Main­ gebiet vor (cf. HOFMann 2024). Der erstnachweis in Osthessen gelang am 4.8.2022 im erlenbruch am Quellzufluss des Haimbachs mittels Lichtfang. tatsächlich wird P. connexus meist durch Lichtfang nachgewiesen (cf. BRenneR 2017: 5, 2019: 37; FRIeDRIcH 2012: 6; MaRggI 1992: 409; ScHacHt 2019: 234). BaeHR (2004: 478) bezeichnet P. connexus als art der Flussauen, doch kann tRaUtneR (2017: 653) für Baden­ Württemberg keine derartige Habitatbindung erkennen. angesichts der Häufigkeitszunahme der einst seltenen art sind die einstufungen in den Roten Listen der Laufkäfer Deutschlands [2 / stark gefährdet (ScHMIDt et al. 2016)] und Hessens [0 / ausgestorben (MaLten 1998)] heute unzutreffend.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFD3FFCCFF2DFB3540A6F7F5.taxon	description	(Helophoridae, abb. 28), (RL: D 2 / ss) ist von Westeuropa bis Russland und Kleinasien verbreitet, fehlt aber in Skandinavien und im Mediterraneum (cf. FIKAEČeK et al. 2015: 29). In Deutschland ist dieser Wasserkäfer nur regional häufiger und aus weiten teilen des Landes unbekannt (cf. BLeIcH et al. 2024). Hessische nachweise liegen vor aus der Bulau bei Hanau (DeHneRt 1959: 649), Darmstadt, dem südlichen Vogelsberg und Hünfeld im Landkreis Fulda (HOFMann 2024). HORIOn (1949: 43) meldete H. dorsalis für Hessen aus Wimpfen nach ScRIBa (1863). Dort ist eine solche Fundmeldung allerdings nicht vorhanden. Wimpfen, das heutige Bad Wimpfen, lag im grossherzogtum Hessen und gehört heute zu Baden­ Württemberg. Helophorus dorsalis ist eine silvikole art, die im Detritus kleiner Waldtümpel und Pfützen, zum Beispiel Wagenspuren auf Waldwegen, vorkommt (KOcH 1989 a: 139). einige exemplare flogen am 25.6.2024 im Laubmischwald auf dem nordostabfall des Haimbergs in der nähe eines Waldwegs mit tiefen, wassergefüllten Radspuren die Lichtfalle an. Helophorus dorsalis wurde auch auf dem nassen Boden um eine waldnahe Viehtränke auf der Rinderweide im nordosten des Haimbergs nachgewiesen.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFD3FFCDFCAAFB11431AFA9D.taxon	description	(Scarabaeidae, abb. 29), (RL: D mh, He 2) ist eine westpaläarktische art, die bis nach Ostsibirien und china vorkommt (cf. DeLLacaSa & DeLLacaSa 2006: 113). nach BLeIcH et al. (2024) ist dieser Dungkäfer in Deutschland weit verbreitet und besonders im norden häufig, nach Süden hin aber deutlich seltener. ScRIBa (1865: 25) beschrieb die damalige Verbreitung im grossherzogtum Hessen: Im Süden des gebietes weit verbreitet, im norden desselben habe ich den Käfer noch nicht gefunden. VOn HeYDen (1904: 385) meldete R. foetens aus Südhessen (Frankfurt am Main, Wiesbaden, Königstein­ Falkenstein). Historische Meldungen liegen aber auch für Rotenburg an der Fulda (eISenacH 1883: 86), Kirchditmold (WeBeR 1903: 156) und Kassel (RIeHL 1863: 79) vor. neuere Funde des R. foetens stammen aus griesheim [griesheimer Düne, 2001, an eselskot (BRenneR 2005: 13)], Bad nauheim­Wisselsheim [2009, an Pferdekot (BRenneR 2011: 40)], Weiterstadt­ gräfenhausen [Rotböhl, 2008, an eselskot (BRenneR 2010: 70)], dem hohen Vogelsberg und dem Landkreis Kassel (HOFMann 2024). ScHaFFRatH (2021: 229) charakterisiert R. foetens als art der Magerweiden in der offenen bis halboffenen Landschaft, die meist in Pferdekot gefunden wird. auf dem Haimberg lebt die art auf der Rinderweide des nordosthangs (abb. 3) in Rinderdung.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFD2FFCDFF3AFAE141AEF9B5.taxon	description	(Scarabaeidae, abb. 30), (RL: D 2 / ss, He ­) ist über Mittel­ und Südeuropa sowie den nahen Osten verbreitet (cf. LÖBL et al. 2006: 165). In Deutschland ist dieser thermophile Kotkäfer offenbar nur in der Südhälfte verbreitet. Die nördlichsten aktuellen Fundpunkte liegen im Hunsrück, dem Rhein­ Main­ gebiet, dem Kinzigtal und nordbayern (cf. BLeIcH et al. 2024). Die art wurde lange nicht von dem ähnlichen O. taurus (ScHReBeR, 1759) unterschieden, so auch von HORIOn (1957: 16, 17; 1958: 21), der O. illyricus mit seinen stark beborsteten elytren als frisch geschlüpfte, noch nicht abgeriebene exemplare des unbeborsteten O. taurus interpretierte. Dennoch meldete er den Phänotyp, der heute als O. illyricus angesprochen wird, erstmals für Hessen nach Belegen aus der Wetterau (HORIOn 1957: 17). Jüngere hessische nachweise stammen vom Kühkopf (KÖHLeR 2011: 49, KReLL 1999: 67), Darmstadt [griesheimer Düne, 2016, in Pferdemist (BRenneR 2018: 21)], Brensbachaffhöllerbach [2019, in Pferdemist (BRenneR 2022: 33)], Friedberg­ Ockstadt [Kirchenberg, 2014 (BRenneR 2016: 33)] und Steinau an der Strasse [nSg Weinberg, 2008 (BRenneR 2010: 70)]. Onthophagus illyricus ist auf grünland mit lange zurückreichender Weidetradition angewiesen und durch Habitatverlust bundesweit stark gefährdet (ScHaFFRatH 2021: 223). Das Vorkommen auf der Rinderweide auf dem nordosthang des Haimbergs (abb. 3) im Frühjahr 2024 verschiebt die bekannte Verbreitungsgrenze des O. illyricus in Deutschland weiter nach norden.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFD2FFCAFCBBF9B9415CFBC5.taxon	description	(Scarabaeidae), (RL: D V / s, He 2), ein Rosenkäfer, der durch die gemässigte Klimazone der Paläarktis von Westeuropa bis in den fernen Osten Russlands verbreitet ist (cf. SMetana 2006: 291), ist in Deutschland regional häufig, doch fehlen seit 1900 nachweise aus dem atlantischen Klimabereich von SchleswigHolstein bis ins Rheinland (cf. BLeIcH et al. 2024). eine zusammenstellung hessischer Funde legte BeRgeR (1976: 55, 56) vor. Protaetia marmorata ist in Südhessen und dem Rhein­ Maingebiet recht häufig, wie Meldungen der alten autoren (ScRIBa 1865: 29, VOn HeYDen 1904: 396) und bis in jüngste zeit (BRenneR 2009: 24, 2014: 70, 2019: 56, 2022: 33) aufzeigen. nach ScHaFFRatH (2011: 31) ist P. marmorata im südhessischen nSg Kühkopf­Knoblochsaue eine häufige art. ein Vorkommen in der Wetterau bei echzell grund­Schwalheim, 1992, publizierten BRenneR (1998: 53) und KUnz (2001: 10). In nord­ und Osthessen ist P. marmorata hingegen selten. Historische Meldungen liegen aus Rotenburg an der Fulda (eISenacH 1883: 86) und Kassel (RIeHL 1863: 80, WeBeR 1903: 159) vor. nach ScHaFFRatH (1994: 40) stammt der bis dahin letzte Sammlungsbeleg aus nordhessen (Kassel) aus den frühen 1960 er Jahren. ScHeRF (1995: 109) meldete P. marmorata zwar für den Vogelsberg, teilte aber keine Fundorte oder ­ daten mit. Bei HOFMann (2024) finden sich neuere nachweise (nach 2000) aus Kassel und Bad Hersfeld. Die Larvalentwicklung vollzieht sich in mulmgefüllten Höhlen von Laubbäumen, weshalb die art durch das fortschreitende Schwinden geeigneter altbaumbestände zunehmend gefährdet ist (ScHaFFRatH 2021: 228). ein exemplar der P. marmorata fand sich am 29.5.2021 auf dem Südwestabfall des Haimbergs auf einer Margaritenblüte (leg. HOFMann). als Brutbäume kommen hohle Weiden im tal der Saurode (abb. 9) oder anbrüchige Obstbäume nahe Mittelrode infrage.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFD5FFCAFF2DFBC941A1FEEC.taxon	description	(chrysomelidae), (RL: D 1 / ss), der erbsenkäfer, ist eine art des östlichen Mediterraneums und Mittleren Ostens, die mit dem erbsenanbau weltweit verschleppt wurde (RHeInHeIMeR & HaSSLeR 2018: 201). Der einstige erbsenschädling ist in Deutschland vermutlich wegen des starken Rückgangs des privaten gemüseanbaus in Hausgärten sehr selten geworden (cf. BLeIcH et al. 2024), weshalb FRItzLaR et al. (2021: 301) die art bundesweit als vom aussterben bedroht einstuften. Während die alten hessischen autoren B. pisorum noch übereinstimmend als häufigen erbsenschädling sowohl aus dem Süden (ScRIBa 1867: 1, VOn HeYDen 1904: 318) als auch dem norden Hessens (RIeHL 1863: 65, WeBeR 1903: 191) meldeten, findet sich bei HOFMann (2024) nur ein aktueller hessischer Fund aus Mittelhessen. nach SIngeR (1955: 217) war dieser Samenkäfer noch Mitte des 20. Jahrhunderts ein häufiger erbsenschädling am Untermain. Ich selbst erinnere mich noch gut an die von den Larven ausgefressenen erbsen in den elterlichen gärten in Fulda und Oberrode in den 1970 er Jahren. nach RHeInHeIMeR & HaSSLeR (2018: 200) entwickelt sich B. pisorum vorwiegend synanthrop in Pisum sativum, viel seltener auch in den Samen von Vicia ­ und Lathyrus ­ arten. auf dem Haimberg kescherte ich ein exemplar der thermophilen art am 28.5.2022 auf dem südwestexponierten Halbtrockenrasen (Wacholderhang).	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFD5FFCAFCAAFEF14696FB0C.taxon	description	(curculionidae), (RL: D 2 / ss), ein Rüsselkäfer mittel­ und südosteuropäischer Verbreitung (cf. caLDaRa 2013: 137), ist aus weiten teilen Deutschlands unbekannt und nur am Oberrhein und in der östlichen tiefebene von Schleswig­ Holstein bis Sachsen häufiger nachgewiesen. aus Hessen liegen nur wenige, ältere Meldungen aus südlichen Landesteilen vor [in chronologischer anordnung: Bad nauheim, 1916 (BÜcKIng 1932: 124); Seligenstadt (ScRIBa 1867: 22); Seligenstadt, 1925 (SIngeR 1955: 254); Heusenstamm (BatHOn 1985: 99)]. auch bei HOFMann (2024) finden sich nur zwei ältere einträge aus dem zeitraum zwischen 1950 und 2000 aus Darmstadt und vom Unterlauf der Kinzig. Die xerothermophile art ist auf trockene, magere Standorte angewiesen (KOcH 1992: 341). Sie wird zwar meist an Achillea millefolium und Matricaria spec. gefunden, entwickelt sich aber vermutlich nur an Veronica ­ arten (RHeInHeIMeR & HaSSLeR 2013: 601). ein exemplar des G. stimulosum fand sich im Mai 2022 in einer frei aufgehängten eklektorfalle auf einem Kalkscherbenacker des Haimbergs (FRIScH 2023: abb. 4).	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFD5FFCBFCAAFB114671FEED.taxon	description	(curculionidae, abb. 31), (RL: D 2 / ss) ist durch die gemässigte Paläarktis bis Ostsibirien verbreitet (cf. caLDaRa 2013: 139). In Deutschland wurde die art in letzter zeit nur in einem kleinen, zusammenhängenden gebiet häufiger nachgewiesen, das sich von Frankfurt am Main über das Kinzigtal bis zur Rhön, das westliche thüringen, Unterfranken und den Spessart erstreckt (cf. BLeIcH et al. 2024). Für Hessen liegt neben dem historischen nachweis für Wiesbaden, 1887 (VOn HeYDen 1904: 361) offenbar nur ein neuerer Fund aus dem nSg Weinberg bei Schlüchtern­ Hohenzell (BORnHOLDt 1991: 293) vor. Mecinus plantaginis entwickelt sich an Plantago media und P. recurvata (KOcH 1992: 342). Im Untersuchungsgebiet besiedelt die art das offene grasland des verfüllten, ehemaligen Kalksteinbruchs und die Kalkmagerrasen.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
050B87E6FFD4FFCBFCBBFEF146D5F991.taxon	description	(curculionidae, abb. 32), (RL: D 2 / ss) ist von Frankreich bis in den Kaukasus verbreitet, fehlt aber in Skandinavien und der mediterranen Klimazone (cf. StÜBen & aLOnSO­ zaRazaga 2013: 242). Der einst so seltene, xylobionte Rüsselkäfer ist mittlerweile aus weiten teilen Deutschlands bekannt und regional häufig nachgewiesen worden, so auch im Rhein­ Main­ gebiet (cf. BLeIcH et al. 2024, HOFMann et al. 2024). nach den historischen Meldungen des 19. Jahrhunderts aus Darmstadt (KLIngeLHÖFFeR 1843: 90, ScRIBa 1867: 18) und Frankfurt am Main (VOn HeYDen 1904: 344) und einer langen nachweislücke wurde G. depressirostris von nIeHUIS (1983: 33; gross­gerau) und ReIBnItz (1986: 47; Mörfelden) wieder für Hessen gemeldet. zusammenstellungen hessischer Funde finden sich bei FLecHtneR (2000: 322), BRenneR (2003 b: 401) und ScHaFFRatH & RaHn (2023: 388). Während G. depressirostris regelmässig aus dem südlichen Hessen gemeldet wird, finden sich bei HOFMann (2024) für die nördlichen Landesteile nur zwei nachweise aus dem Landkreis Limburg­ Weilburg und Kassel. Gasterocercus depressirostris entwickelt sich im noch lebenden Holz anbrüchiger eichen, ist auf naturnahe eichenbestände angewiesen (RHeInHeIMeR & HaSSLeR 2013: 662) und wird von MÜLLeR et al. (2005: 112) als Urwaldreliktart geführt. Der erste osthessische Fund des bundesweit als stark gefährdet eingestuften Rüsselkäfers (SPRIcK et al. 2021: 358) am 24.7.2021 mittels Lichtfalle (1 ♂) unterstreicht den Biotopwert des Laubmischwalds auf dem Haimberg für schutzwürdige Holzkäfer.	de	Frisch, Johannes (2024): Die Käferfauna des NSG Haimberg bei Mittelrode und angrenzender Flächen (Insecta: Coleoptera) Addenda et Corrigenda 4. Erweiterung des Untersuchungsgebiets, Neu­ und Wiederfunde für die Hessenfauna und aktuelle Gesamtartenliste. Beiträge zur naturkunde in Osthessen 61: 33-110, DOI: 10.5281/zenodo.15263937
