Elachista diederichsiella E. Hering, 1889 (Abb. 2)

Die Art wurde aus Stettin (Polen) beschrieben. Weitere Vorkommen sind aus Dänemark (Traugott-Olsen & Schmidt Nielsen 1977), Finnland, Schweden, Norwegen, Estland, Russland, Tschechien, Österreich, Ungarn, Deutschland, Frankreich und Italien bekannt (www. lepiforum.de und Fauna Europaea). Die Raupe miniert im April und Mai an der Waldhirse Milium effusum (Hering 1889) sowie an Weichem Honiggras Holcus mollis (Sruoga & Ivinskis, 2005) . Nun gelang Hans-Ueli Grunder der Erstnachweis für die Schweiz.

Fundort: CH-Val Müstair (GR), Umbrail, Stabels, 2330 m. ü.M., am Licht; 830 100 / 159 500, 13.7.2018, leg. Hans-Ueli Grunder; Gen. präp., und det. Jürg Schmid.

E. diederichsiella ist den Raupennährpflanzen entsprechend ein Waldtier. Der Fundort auf 2330 m.ü.M. zeigt daher, dass das nachgewiesene Exemplar entweder verfrachtet wurde oder aber, dass die Art auch an alpinen Gräsern leben kann.