Polycnemum arvense L.

Acker-Knorpelkraut

Art ISFS: 312100 Checklist: 1034750 Amaranthaceae Polycnemum Polycnemum arvense L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Unterscheidet sich von P. majus durch folgende Merkmale: Perigonblätter nur 1-2 mm lang, Vorblätter +/- so lang wie diese. Samen 1-1,4 mm lang (bei P. majus 1,3- 2 mm lang)

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Äcker, Brachfelder / kollin / VS (mittleres Rhonetal)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Südeuropäisch- südwestasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 133-44 + 4.t.2n=?

Status

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Ungeeignete Bewirtschaftung ( Unkrautbekämpfung, ungünstiger Ackerbau) Kleine, isolierte Vorkommen

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

8.2.1.2 - Kalkreiche Getreideäcker (Caucalidion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rschwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Polycnemum arvense L.

Volksname Deutscher Name: Acker-Knorpelkraut Nom français: Polycnème des champs Nome italiano: Canforata selvatica

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Polycnemum arvense L.Checklist 2017312100
=Polycnemum arvense L.Flora Helvetica 2001288
=Polycnemum arvense L.Flora Helvetica 20121102
=Polycnemum arvense L.Flora Helvetica 20181102
=Polycnemum arvense L.Index synonymique 1996312100
=Polycnemum arvense L.Landolt 1977929
=Polycnemum arvense L.Landolt 1991810
=Polycnemum arvense L.SISF/ISFS 2312100
=Polycnemum arvense L.Welten & Sutter 1982200

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: D

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Mittelland (MP)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Alpennordflanke (NA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Alpensüdflanke (SA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B2b(iv)c(iii)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
Schweiz--
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Ungeeignete Bewirtschaftung ( Unkrautbekämpfung, ungünstiger Ackerbau) Fruchtfolge mit hohem Getreideanteil Weder mechanische noch chemische Unkrautbekämpfung während den Getreidejahren Den Einsatz von Herbizide verringern Förderung des halbintensiven bis extensiven Düngungsniveaus und der lichten Beständen (Reduktion der Stickstoffdüngung auf einen Drittel der empfohlenen Menge für die entsprechende Kultur über die ganze Fruchtfolge) " Biodiversitätsförderflächen " Verträge mit der Erhaltung von Pflügen an den aufgelisteten Stellen abschliessen Wendende Saatbettbereitung Erhaltung eines nicht geernteten Bandes, damit die Art ihren Reproduktionszyklus abschliessen kann ( späte Arten) Kleine, isolierte Vorkommen Schutz aller Fundorte (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Saatgutbank) und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen, Verstärkung bestehender Populationen Ex situ Material Close