Chenopodium rubrum L.

Roter Gänsefuss

Art ISFS: 109800 Checklist: 1012000 Amaranthaceae Chenopodium Chenopodium rubrum L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie Ch. glaucum, aber Stängel und Blütenknäuel meist rot überlaufen . Blätter rhombisch oder 3eckig bis spiessförmig, 1-3mal so lang wie breit, auf beiden Seiten +/- gleichfarbig, ohne Mehlstaub.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Bei Misthaufen und Jauchegruben, feuchte Schuttplätze / kollin-montan / CH

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch-nordamerikanisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 3 + 45+444.t.2n=36

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, unbeständige Vorkommen Unwissenheit (Art bei Misthaufen und Jauchegruben) Rückgang von Ruderalflächen

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

8.2.3.1 - Kalkarmer, lehmiger Hackfruchtacker (Polygono-Chenopodion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl FfeuchtLichtzahl LhellSalzzeichen1
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl Nsehr nährstoffreich bis überdüngtKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser1 - Zusatz- oder Nebenlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Chenopodium rubrum L.

Volksname Deutscher Name: Roter Gänsefuss Nom français: Chénopode rouge Nome italiano: Farinello rosso

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Chenopodium rubrum L.Checklist 2017109800
=Chenopodium rubrum L.Flora Helvetica 2001306
=Chenopodium rubrum L.Flora Helvetica 20121110
=Chenopodium rubrum L.Flora Helvetica 20181110
=Chenopodium rubrum L.Index synonymique 1996109800
=Chenopodium rubrum L.Landolt 1977918
=Chenopodium rubrum L.Landolt 1991798
=Chenopodium rubrum L.SISF/ISFS 2109800
=Chenopodium rubrum L.Welten & Sutter 1982206

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Archeophyt: vor der Entdeckung von Amerika in der Region aufgetreten (vor 1500)

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A4c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)stark gefährdet (Endangered)B2b(iv)c(iii); C2b
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)B2b(iv)c(iii); C2b
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)B2b(iv)c(iii); C2b
Alpensüdflanke (SA)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Östliche Zentralalpen (EA)verletzlich (Vulnerable)A4c
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)A4c

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:L - Leitartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, unbeständige Vorkommen Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Unwissenheit (Art bei Misthaufen und Jauchegruben) Bewirtschafter informieren und sensibilisieren Kleine Störungen zur Schaffung von offenen Flächen in der Nähe bestehender Stationen sind zu bevorzugen Rückgang von Ruderalflächen Ruderalflächen ohne Pflege erhalten oder neu schaffen ( Straßendienst und Weinbauern benachrichtigen) Ex situ Material Close Mehr Informationen S. Schneider, 2017: Konzeption zum Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter in Luxemburg, Maßnahmen zum Erhalt - Vortrag auf dem Workshop Schutz der gefährdeten Ackerflora und -fauna, Bertrange. Organisiert von SICONA & Partnern S. Meyer et al, 2013: Ackerwildkrautschutz - Eine Bibliographie - BfN Skripten 351