Gasterocercus depressirostris

( curculionidae, abb. 32), (RL: D 2/ss) ist von Frankreich bis in den Kaukasus verbreitet, fehlt aber in Skandinavien und der mediterranen Klimazone (cf. StÜBen & aLOnSO­ zaRazaga 2013: 242). Der einst so seltene, xylobionte Rüsselkäfer ist mittlerweile aus weiten teilen Deutschlands bekannt und regional häufig nachgewiesen worden, so auch im Rhein­ Main­ gebiet (cf. BLeIcH et al. 2024, HOFMann et al. 2024). nach den historischen Meldungen des 19. Jahrhunderts aus Darmstadt (KLIngeLHÖFFeR 1843: 90, ScRIBa 1867: 18) und Frankfurt am Main (VOn HeYDen 1904: 344) und einer langen nachweislücke wurde G. depressirostris von nIeHUIS (1983: 33; gross­gerau) und ReIBnItz (1986: 47; Mörfelden) wieder für Hessen gemeldet. zusammenstellungen hessischer Funde finden sich bei FLecHtneR (2000: 322), BRenneR (2003 b: 401) und ScHaFFRatH & RaHn (2023: 388). Während G. depressirostris regelmässig aus dem südlichen Hessen gemeldet wird, finden sich bei HOFMann (2024) für die nördlichen Landesteile nur zwei nachweise aus dem Landkreis Limburg­ Weilburg und Kassel. Gasterocercus depressirostris entwickelt sich im noch lebenden Holz anbrüchiger eichen, ist auf naturnahe eichenbestände angewiesen (RHeInHeIMeR & HaSSLeR 2013: 662) und wird von MÜLLeR et al. (2005: 112) als Urwaldreliktart geführt. Der erste osthessische Fund des bundesweit als stark gefährdet eingestuften Rüsselkäfers (SPRIcK et al. 2021: 358) am 24.7.2021 mittels Lichtfalle (1 ♂) unterstreicht den Biotopwert des Laubmischwalds auf dem Haimberg für schutzwürdige Holzkäfer.