Helianthemum apenninum (L.) Mill.

Apenninen-Sonnenröschen

Art ISFS: 194400 Checklist: 1022150 Cistaceae Helianthemum Helianthemum apenninum (L.) Mill.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 10-30 cm hoch, unten holzig, Zweige und Blätter beiderseits dünnfilzig behaart. Blätter lineal-länglich, Rand umgerollt, 1-3 cm lang und 2-4 mm breit, sitzend oder kurz gestielt, mit kurzen, nadelförmigen Nebenblättern . Kronblätter weiss, am Grund mit gelbem Fleck, 10-15 mm lang. Staubblätter zahlreich. Kelch wie bei allen H. -Arten aus 2 kleinen Aussen- und 3 grösseren Innenkelchblättern . Frucht 3 fächerig, nach unten gebogen.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Steinige Hänge, Felsensteppen, auf Kalk / kollin(-montan) / TI (Sottoceneri). (Vuache)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 141+44 + 2.z.2n=20

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Verbuschung, Verwaldung von Trockenrasen Kleine isolierte Vorkommen Ungeeignete Bewirtschaftung (Aufgabe oder Intensivierung) Zerstörung des Lebensraums (Abbau des Kalksteins, Steinbruch, Urbanisierung im Tessin)

Ökologie

Lebensform Verholzter Chamaephyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.2.2 - Mitteleuropäischer Trockenrasen (Xerobromion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr trockenLichtzahl LhellSalzzeichen1
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl Nsehr nährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Helianthemum apenninum (L.) Mill.

Volksname Deutscher Name: Apenninen-Sonnenröschen Nom français: Hélianthème des Apennins Nome italiano: Eliantemo degli Appennini

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Helianthemum apenninum (L.) Mill.Checklist 2017194400
=Helianthemum apenninum (L.) Mill.Flora Helvetica 2001533
=Helianthemum apenninum (L.) Mill.Flora Helvetica 2012833
=Helianthemum apenninum (L.) Mill.Flora Helvetica 2018833
=Helianthemum apenninum (L.) Mill.Index synonymique 1996194400
=Helianthemum apenninum (L.) Mill.Landolt 19772047
=Helianthemum apenninum (L.) Mill.Landolt 19911670
=Helianthemum apenninum (L.) Mill.SISF/ISFS 2194400
=Helianthemum apenninum (L.) Mill.Welten & Sutter 19821071

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: D2

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)D2
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
Schweiz--

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Verbuschung, Verwaldung von Trockenrasen Offenhalten der Lebensräume durch das Zurückdrängen von Gehölzen Aufkommen dominierender Hochstauden vermeiden Vermeidung des Verfilzens durch abgestorbene Gräser und Kräuter durch regelmäßigen Biomasseentzug Kleine isolierte Vorkommen Schutz aller Fundorte (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Ungeeignete Bewirtschaftung (Aufgabe oder Intensivierung) Förderung und Erhaltung der extensiven Nutzung von Trockenrasen und umliegenden Ruderalumgebungen (extensive Beweidung oder zweimal jährliche Mahd) Vermeidung von Düngerausbringung Bewirtschaftungsverträge abschliessen Sicherstellen einer angepassten, extensiven Grünlandnutzung Zerstörung des Lebensraums (Abbau des Kalksteins, Steinbruch, Urbanisierung im Tessin) Beibehaltung ganzer Trockenrasenflächen, bzw. Vergrößerung der Flächen, wo möglich