Hydrocotyle vulgaris L.

Wassernabel

Art ISFS: 209400 Checklist: 1023950 Araliaceae Hydrocotyle Hydrocotyle vulgaris L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Stängel 5-30(-100) cm lang, fadenförmig, kriechend und an den Knoten wurzelnd. Blätter kreisrund, mit wenig tiefen Einkerbungen, Durchmesser 1,5- 4 cm, Stiel in der Mitte angewachsen. Blüten klein, weiss bis rötlich, in unscheinbaren, kopfigen Blütenständen auf kurzen Stielen. Frucht ca. 2 mm breit, mit roten oder schwarzen Warzen.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Sümpfe, Gräben / kollin(-montan) / M

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Europäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4 + w + 32+34 + 2.h.2n=96

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums ( Entwässerung, Trockenlegung oder Stauung) Konkurrenz (Neophyten, v.a. Solidago spp.) Vergandung, Verbuschung, Beschattung Eutrophierung Mangel an gelegentlichen Überflutungen

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.1.3 - Strandlingsgesellschaften (Littorellion)
2.2.1.1 - Grossseggenried (Magnocaricion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fnass; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhalbschattigSalzzeichen1
Reaktionszahl Rschwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Hydrocotyle vulgaris L.

Volksname Deutscher Name: Wassernabel Nom français: Hydrocotyle commun, Ecuelle d'eau Nome italiano: Soldinella acquatica

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Hydrocotyle vulgaris L.Checklist 2017209400
=Hydrocotyle vulgaris L.Flora Helvetica 20011500
=Hydrocotyle vulgaris L.Flora Helvetica 20121818
=Hydrocotyle vulgaris L.Flora Helvetica 20181818
=Hydrocotyle vulgaris L.Index synonymique 1996209400
=Hydrocotyle vulgaris L.Landolt 19772131
=Hydrocotyle vulgaris L.Landolt 19911744
=Hydrocotyle vulgaris L.SISF/ISFS 2209400
=Hydrocotyle vulgaris L.Welten & Sutter 19821118

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A4c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)A4c
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)A4c
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)A4c
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)nicht anwendbar (Not Applicable)
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
TGVollständig geschützt(01.01.2018)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums ( Entwässerung, Trockenlegung oder Stauung) Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) In Gebieten mit Vorkommen keine Änderungen vornehmen, die sich negativ auf die Population auswirken Zuerst den Wasserhaushalt optimieren (konstante Wassersättigung in den oberen Bodenschichten) und dann die zielartenspezifische Pflege definieren Einrichten von Patenschaften für größere Populationen Konkurrenz (Neophyten, v.a. Solidago spp.) Neophyten bekämpfen Mahd möglich, wenn mind. 5-10cm ab Boden Vergandung, Verbuschung, Beschattung Mahd von Riedflächen mit Vorkommen alljährlich Regelmässige Streumahd, insbesondere auf nassen Bereichen und auf Überflutungsflächen Jungpflanzen Gebüsche (Frangula, Alnus) auch von Hand bekämpfen Offene Bodenstellen und lückige Vegetationen fördern oder schaffen (es ist für Besiedlung durch Ausläufer günstig) Eutrophierung Verträge mit Landwirten zur Reduzierung der Stickstoffdüngung abschließen Ausreichend große Pufferzonen um bestehende Vorkommen einrichten Mangel an gelegentlichen Überflutungen Überflutungen fördern oder zulassen (sofern Wasser nicht eutroph)