Trisetum cavanillesii Trin.

Cavanilles' Goldhafer

Art ISFS: 429200 Checklist: 1047870 Poaceae Trisetum Trisetum cavanillesii Trin.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 5-20 cm hoch, büschelig, knickig aufsteigend, kurz abstehend behaart. Stängelblätter nur 1-2 cm lang, mit gerundeter Spitze. Blatthäutchen ca. 1,5 mm lang, zerschlitzt und bewimpert. Rispe dicht spindelförmig, 2-4 cm lang, gelblich glänzend, Ährchen 2 blütig, ca. 3 mm lang. Deckspelzen in 2 grannenartige Spitzen auslaufend, diese etwa gleich lang wie die Spelze, auf dem Rücken ausserdem eine 5-10 mm lange, gekniete Granne.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 4-5

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockenwarme, sandige Böden / kollin-montan / VS

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 142-445.t.2n=?

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 1 - Sehr hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 3 - Hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Konkurrenz, Verlust des Lebensraums (Aufgabe der Weide) Wenige, isolierte Vorkommen Eutrophierung

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.1.1 - Wärmeliebende Kalkfels-Pionierflur (Alysso-Sedion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Kkontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Trisetum cavanillesii Trin.

Volksname Deutscher Name: Cavanilles' Goldhafer Nom français: Trisète de Cavanilles Nome italiano: Gramigna di Cavanilles

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Trisetum cavanillesii Trin.Checklist 2017429200
=Trisetum cavanillesii Trin.Flora Helvetica 20012740
=Trisetum cavanillesii Trin.Flora Helvetica 20122920
=Trisetum cavanillesii Trin.Flora Helvetica 20182920
=Trisetum cavanillesii Trin.Index synonymique 1996429200
=Trisetum cavanillesii Trin.Landolt 1977275
=Trisetum cavanillesii Trin.Landolt 1991242
=Trisetum cavanillesii Trin.SISF/ISFS 2429200
=Trisetum cavanillesii Trin.Welten & Sutter 19822293

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B1ab(iii); B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)stark gefährdet (Endangered)B1ab(iii); B2ab(iii)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität1 - Sehr hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung3 - Hoch
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Konkurrenz, Verlust des Lebensraums (Aufgabe der Weide) Förderung der extensiven Beweidung in den Fundstellen Regelmäßige Störung aufrecht erhalten Kontrolle von mehrjährigem Gras Wenige, isolierte Vorkommen Ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen) und Wiederansiedlung an potentiellen Fundstellen Eutrophierung Höchstes mässiger Einsatz von Düngemitteln in der Umgebung Ex situ Material Close