Stenus xueshanus nov.sp. (Abb. 19, 40, 61, 98, 99, 117, 142, 158, 159)
M a t e r i a l: Holotypus (3) und 633, 6♀♀ o - Paratypen: CHINA o: Yunnan, Licang Pref., Xue Shan, 11 km ENE Lincang, 2510m, 23 25’01’’N, 110 11’17.5’’E, secondary forest with Rhododendron, small cleft with water, litter and mushrooms sifted, 18.IX.2009, M. Schülke, D. Wrase (CH 09-39) .- HT und PTT in cSchülke (Brlin), PTT auch in cP und in cTang (SHNU).
B e s c h r e i b u n g: Brachypter, schwarz mit sehr schwachem Braunanflug, mässig glänzend; Vorderkörper grob und dicht, kaum rugos, Abdomen vorn ziemlich grob und mässig dicht, hinten mässig fein und dicht punktiert; Beborstung kurz, anliegend. Paraglossen oval. Kiefertaster, Fühlerbasis und Schenkelbasen gelblich, 3. Glied der Kiefertaster (manchmal), Fühlerkeule und Beine im Übrigen bräunlichgelb, Schenkelspitzen dunkler. Oberlippe dunkelbraun, vorn heller. Abdomen seitlich vollständig linienförmig gerandet (Abb. 99), 4. Tarsenglied gelappt.
Länge: 3,3-4,1mm (Vorderkörperlänge: 1,8-1,9mm).
PM des HT (in Klammern: ♀ - PT): HW: 37 (38); DE: 19 (19,5); PW: 26 (28); PL: 29 (31); EW: 33 (33,5); EL: 29 (30); SL: 19 (19).
Männchen: 7. Sternit in der hinteren Mitte kaum abgeflacht und daselbst feiner und dichter als an den Seiten punktiert und beborstet. 8. Sternit mit flacher apikaler Ausrandung (20: 2,3). 9. Sternit mit langen Apikolateralzähnen (Abb. 117). 10. Tergit am Hinterrand breit abgerundet. Aedoeagus (Abb. 142), Apikalpartie des Medianlobus nach flachkonkavem Bogen in eine scharfe Spitze verengt; im Innern werden kräftige Ausstülphaken und ein breittubiger Innensack deutlich; Parameren etwas länger als der Medianlobus, zur Spitze wenig verbreitert und daselbst mit etwa 14-15 Borsten.
Weibchen: 8. Sternit am Hinterrand abgerundet, in der Mitte stumpf vorgezogen. Valvifer mit kräftigem Apikolateralzahn. 10. Tergit wie beim Männchen. Spermatheka (Abb. 158, 159).
Kopf deutlich breiter als die Elytren, Stirn wenig breit, insgesamt eingesenkt, Längsfurchen wenig tief, Mittelteil so breit wie jedes der Seitenteile, rundlich erhoben, deutlich unterhalb des Niveaus der Augeninnenränder liegend; Punktierung grob und fast überall sehr dicht, mittlerer Punktdurchmesser mindestens so gross wie der grösste Querschnitt des 3. Fühlergliedes, Punktzwischenräume deutlich kleiner als die Punktradien, aber nicht gratartig scharf, in der Stirnmitte auch grösser als die Punktradien, aber nicht punktgross (Abb. 19). Fühler ziemlich schlank, zurückgelegt mit etwa ihrem letzten Glied den Hinterrand des Pronotums überragend, vorletzte Glieder mindestens eineinhalbmal so lang wie breit. Pronotum wenig länger als breit, knapp hinter der Mitte am breitesten, von dort seitlich nach vorn konvex, nach hinten deutlich konkav verengt; die Oberseite ist uneben: ausser einem mässig tiefen, in der Mitte nur wenig weiläufiger punktierten, mittleren Längseindruck wird ein kräftiger seitlicher Schrägeindruck deutlich; Punktierung gut so grob wie auf der Stirn, sehr dicht, fast überall getrennt, die grössten Punkte (seitlich) sind mindestens so gross wie der apikale Querschnitt des 2. Fühlergliedes (Abb. 40). Elytren trapezoid, viel breiter als lang, Schultern schräg, Seiten sehr flachkonvex erweitert, Hinterrand sehr tief ausgerandet; Naht-, Schulter.- und ein Längseindruck im hinteren Aussenviertel deutlich; Punktierung gröber als am Pronotum, dicht, die Punkte etwa so gross wie der mittlere Querschnitt des 2. Fühlergliedes, Punktzwischenräume viel kleiner als die Punktradien (Abb. 61). Abdomen zylindrisch, basale Querfurchen der vorderen Segmente sehr tief, 7. Tergit mit rudimentärem apikalem Hautsaum; auf dem 3. Tergit sind die Punkte etwa so gross wie der mittlere Querschnitt des 3. Fühlergliedes, ihre Abstände gut so gross wie die Punkte; nach hinten wird die Punktierung weniger grob, auf dem 7. Tergit sind die Punkte noch fast so gross wie der basale Querschnitt des 3. Fühlergliedes, ihre Abstände etwa punktgross (Abb. 98). An den Beinen sind die Hintertarsen etwa fünf Siebtel schienenlang, ihr 1. Glied ist etwas kürzer als die drei folgenden glieder zusammengenommen, deutlich länger als das Klauenglied, das 4. Glied ist tief gelappt. Die gesamte Oberseite ist netzungsfrei.
D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e Diese neueArtder S. indubius- Gruppe fällt durch ihre breiten Elytren, die eingesenkte Stirn und das vergleichsweise wenig dicht punktierte Abdomen auf. Zur Unterscheidung von den übrigen Nahverwandten vgl. die Bestimmungstabelle.
E t y m o l o g i e: Der Name dieser neuen Art ist von ihren Fundort abgeleitet.