Papaver hybridum L.

Krummborstiger Mohn

Art ISFS: 291300 Checklist: 1032500 Papaveraceae Papaver Papaver hybridum L.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie P. argemone, aber Kelch dicht behaart, Kapsel eiförmig, 10-15 mm lang und 7-8 mm dick, mit zahlreichen aufrecht-abstehenden Borstenhaaren. Staubbeutel hellblau.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Brachfelder, Ödland / kollin / VS

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 1 + 44-44 + 4.t.2n=14

Status

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht (Possibly Extinct)

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Ungeeignete Bewirtschaftung ( Unkrautbekämpfung, ungünstiger Ackerbau) Herbizide und Eutrophierung Datendefizit, fast keine bekannten Vorkommen

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

8.2.1.2 - Kalkreiche Getreideäcker (Caucalidion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl FtrockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Papaver hybridum L.

Volksname Deutscher Name: Krummborstiger Mohn, Bastard-Mohn Nom français: Pavot hybride Nome italiano: Papavero spinoso

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Papaver hybridum L.Checklist 2017291300
=Papaver hybridum L.Flora Helvetica 2001231
=Papaver hybridum L.Flora Helvetica 2012222
=Papaver hybridum L.Flora Helvetica 2018222
=Papaver hybridum L.Index synonymique 1996291300
=Papaver hybridum L.Landolt 19771226
=Papaver hybridum L.Landolt 19911054
=Papaver hybridum L.SISF/ISFS 2291300
=Papaver hybridum L.Welten & Sutter 1982441

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht (Possibly Extinct)

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: --

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf99 - (aktuell) nicht beurteilbar
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Ungeeignete Bewirtschaftung ( Unkrautbekämpfung, ungünstiger Ackerbau) Fruchtfolge mit hohem Getreideanteil (mind. 50%) Weder mechanische noch chemische Unkrautbekämpfung während den Getreidejahren " Biodiversitätsförderflächen " Verträge mit der Erhaltung von Pflügen an den aufgelisteten Stellen abschliessen Wendende Saatbettbereitung Erhaltung eines nicht geernteten Bandes, damit die Art ihren Reproduktionszyklus abschliessen kann ( späte Arten) Herbizide und Eutrophierung Den Einsatz von Herbiziden verringern Förderung des halbintensiven bis extensiven Düngungsniveaus und der lichten Beständen (Reduktion der Stickstoffdüngung auf einen Drittel der empfohlenen Menge für die entsprechende Kultur über die ganze Fruchtfolge) Datendefizit, fast keine bekannten Vorkommen Aktive Suche nach Populationen Landwirte informieren und sensibilisieren Ex situ Material Close Mehr Informationen J. Waymel & C. Zambettakis, 2015: Déclinaison régionale du plan national d’actions en faveur des plantes messicoles. Basse-Normandie 2015-2020. DREAL / REGION. Villers-Bocage: Conservatoire botanique national de Brest, 48 p + annexes J. Waymel, J. Buchet, C. Zambettakis, N. Valy, 2020: Déclinaison régionale du plan national d’actions en faveur des plantes messicoles (2015-2020); Liste des plantes messicoles de Normandie et Bilan des actions 2019.DREAL Normandie, Région Normandie: Con