Ranunculus gramineus L.

Grasblättriger Hahnenfuss

Art ISFS: 338800 Checklist: 1037620 Ranunculaceae Ranunculus Ranunculus gramineus L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 10-30 cm hoch, am Grund mit dichtem Faserschopf. Grundständige Blätter lineal-lanzettlich, weniger als 1 cm breit. Stängelblätter von gleicher Form, aber kürzer . Blüten mehrere auf langen Stielen, gelb, Durchmesser 1,5- 2 cm. Reife Früchtchen einen eiförmigen oder zylindrischen Kopf bildend.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 4-5

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockenrasen, auf Kalk / kollin-montan / VS (mittleres Rhonetal)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Westmediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 142-44 + 4.h.2n=16

Status

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums (Umwandlung in Rebparzellen, Gips- und Quarzitabbau, Umbau von Rebhäuschen für Tourismus) Herbizide Tritt, Lagerplätze (Rebmaterial, Werkzeuge) Wenige, isolierte Vorkommen

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.2.1.1 - Inneralpine Felsensteppe (Stipo-Poion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Ranunculus gramineus L.

Volksname Deutscher Name: Grasblättriger Hahnenfuss Nom français: Renoncule graminée Nome italiano: Ranuncolo gramineo

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Ranunculus gramineus L.Checklist 2017338800
=Ranunculus gramineus L.Flora Helvetica 2001178
=Ranunculus gramineus L.Flora Helvetica 2012184
=Ranunculus gramineus L.Flora Helvetica 2018184
=Ranunculus gramineus L.Index synonymique 1996338800
=Ranunculus gramineus L.Landolt 19771176
=Ranunculus gramineus L.Landolt 19911015
=Ranunculus gramineus L.SISF/ISFS 2338800
=Ranunculus gramineus L.Welten & Sutter 1982415

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B1ab(iii); B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B1ab(iii); B2ab(iii)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VSVollständig geschützt(01.01.2018)
Schweiz--

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums (Umwandlung in Rebparzellen, Gips- und Quarzitabbau, Umbau von Rebhäuschen für Tourismus) Keine Steppen- und Trockenrasen umwandeln Kein Gips- und Quarzitabbau an potentiellen und aktuellen Fundstellen Keine ”Ferienhäuschen” und entsprechende Infrastruktur im Fundgebiet Herbizide Verzicht auf Herbizideinsatz in der Umgebung Förderung des BIO-Rebbaus (evtl. Ökobeiträge abschließen) Tritt, Lagerplätze (Rebmaterial, Werkzeuge) Modifizierung der Trampelpfade im Fundbereich Keine Ablagerungen an aktuellen oder potentiellen Fundorten Bewirtschaftung und Öffentlichkeit informieren Wenige, isolierte Vorkommen Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Regelmäßige Bestandeskontrollen (zum Beispiel Mission Überwachen oder PopCount von Info Flora) Wiederansiedlungen in weiteren Steppeninseln im Gebiet Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen Merkblatt Artenschutz