Thalictrum lucidum L.
Hohe Wiesenraute
Art ISFS: 416100 Checklist: 1046390 Ranunculaceae Thalictrum Thalictrum lucidum L.
Zusammenfassung
Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie Th. flavum, aber bis 190 cm hoch, ohne unterirdische Ausläufer, Stängel glänzend, Blattfiedern meist ohne Nebenblätter . Tragblätter weniger als 1 mm lang, Staubbeutel weniger als 1,4 mm lang.
Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7
Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Auenwälder, Flussufer / kollin / Südliches TI. Angaben nördlich der Alpen beziehen sich auf Th. flavum
Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch
Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4w + 44+34 + 4.h.2n=?
Status
Status IUCN: Stark gefährdet
Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität
Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums ( Störung des Wasserhaushalt) Ungeeignete Landwirtschaft (zu intensiv) Zerstörung des Lebensraums ( Störung des Wasserhaushaltes) Ungeeignete Landwirtschaft (zu intensiv)
Ökologie
Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt
Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015
| 2.3.3 - Feuchte Hochstaudenflur (Spierstaudenflur) (Filipendulion) |
fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)
| Bodenfaktoren | Klimafaktoren | Salztoleranz | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Feuchtezahl F | sehr feucht; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen) | Lichtzahl L | halbschattig | Salzzeichen | 1 |
| Reaktionszahl R | neutral bis basisch (pH 5.5-8.5) | Temperaturzahl T | warm-kollin | ||
| Nährstoffzahl N | nährstoffreich | Kontinentalitätszahl K | subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter) | ||
Abhängigkeit vom Wasser
| Flüsse | 2 - Schwerpunktlebensraum |
| Ruhiges Wasser | 2 - Schwerpunktlebensraum |
| Grundwasser | 0 - unbedeutend, keine Bindung. |
Nomenklatur
Gültiger Name (Checklist 2017): Thalictrum lucidum L.
Volksname Deutscher Name: Hohe Wiesenraute Nom français: Pigamon élevé Nome italiano: Pigamo maggiore
Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken
| Relation | Nom | Referenzwerke | No |
|---|---|---|---|
| = | Thalictrum lucidum L. | Checklist 2017 | 416100 |
| = | Thalictrum lucidum L. | Flora Helvetica 2012 | 211 |
| = | Thalictrum lucidum L. | Flora Helvetica 2018 | 211 |
| = | Thalictrum lucidum L. | Index synonymique 1996 | 416100 |
| = | Thalictrum lucidum L. | Landolt 1977 | 1135 |
| = | Thalictrum lucidum L. | SISF/ISFS 2 | 416100 |
= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)
Status Indigenat: Indigen
Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein
Status Rote Liste national 2016
Status IUCN: Stark gefährdet
Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(ii,iii)
Status Rote Liste regional 2019
| Biogeografische Regionen | Status | Kriterien IUCN |
|---|---|---|
| Jura (JU) | -- | |
| Mittelland (MP) | regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct) | |
| Alpennordflanke (NA) | -- | |
| Alpensüdflanke (SA) | stark gefährdet (Endangered) | B2ab(ii,iii) |
| Östliche Zentralalpen (EA) | -- | |
| Westliche Zentralalpen (WA) | -- |
Status nationale Priorität /Verantwortung
| Nationale Priorität | 2 - Hohe nationale Priorität |
| Massnahmenbedarf | 2 - Klarer Massnahmebedarf |
| Internationale Verantwortung | 2 - Mittel |
| Überwachung Bestände | 2 - Überwachung ist nötig |
Schutzstatus
| International (Berner Konvention) | Nein | |
| AG | Vollständig geschützt | (01.01.2010) |
| Schweiz | -- | |
| TI | Vollständig geschützt | (23.01.2013) |
Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums ( Störung des Wasserhaushalt) Verhinderung der Eindeichung von Flüssen und Entwässerung von Feuchtwiesen Ungeeignete Landwirtschaft (zu intensiv) Förderung der extensiven Landwirtschaft in Tieflandgebieten Zerstörung des Lebensraums ( Störung des Wasserhaushaltes) Eindeichung von Flüssen und Entwässerung von Feuchtwiesen vermeiden Ungeeignete Landwirtschaft (zu intensiv) Förderung der extensiven Landwirtschaft in Tieflandgebieten, insbesondere Förderung von spät geschnittenen, wechselfeuchten Wiesen (Pfeifengraswiesen)