Ranunculus sardous Crantz

Sardischer Hahnenfuss

Art ISFS: 341200 Checklist: 1037870 Ranunculaceae Ranunculus Ranunculus sardous Crantz

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 10-30 cm hoch, verzweigt. Stängel am Grund nicht verdickt. Blätter bis zum Grund 3teilig, Abschnitte grob gezähnt . Blütenboden behaart. Blütenstiele gefurcht. Kelchblätter nach dem Aufblühen zurückgeschlagen . Blüten gelb, Durchmesser nur 1-1,5 cm. Fruchtschnabel gerade oder gekrümmt .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Feuchte, lehmige Böden / kollin(-montan) / Sehr zerstreut in M, A, J

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4w + 33+44 + 2.k-t.2n=16,18(48?)

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Ungeeignete Landwirtschaft (Intensivierung), Versiegelung Herbizide Kleine, isolierte Vorkommen Rückgang von geeignetetn Biotopen

Ökologie

Lebensform Monokarper Hemikryptophyt, Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.5.1 - Einjährige Schlammflur (Zwergbinsenflur) (Nanocyperion)
7.1.1 - Feuchte Trittflur (Agropyro-Rumicion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser1 - Zusatz- oder Nebenlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Ranunculus sardous Crantz

Volksname Deutscher Name: Sardischer Hahnenfuss Nom français: Renoncule sarde Nome italiano: Ranuncolo sardo

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Ranunculus sardous CrantzChecklist 2017341200
=Ranunculus sardous CrantzFlora Helvetica 2001199
=Ranunculus sardous CrantzFlora Helvetica 2012174
=Ranunculus sardous CrantzFlora Helvetica 2018174
=Ranunculus sardous CrantzIndex synonymique 1996341200
=Ranunculus sardous CrantzLandolt 19771184
=Ranunculus sardous CrantzLandolt 19911020
=Ranunculus sardous CrantzSISF/ISFS 2341200

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Östliche Zentralalpen (EA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Westliche Zentralalpen (WA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Ungeeignete Landwirtschaft (Intensivierung), Versiegelung Extensive Landwirtschaft fördern Dabei sollte vor allem darauf geachtet werden, dass die feuchten Trittfluren erhalten bleiben (d.h. Feldwege sollten nicht zusätzlich versiegelt oder drainiert werden, feuchte Weiden sollten nicht trockengelegt werden) Herbizide Verzicht oder Regulierung von Herbiziden Kleine, isolierte Vorkommen Bestehende Populationen sollten regelmässig überprüft werden (zum Beispiel im Rahmen der Mission Überwachen von Info Flora) Rückgang von geeignetetn Biotopen Förderung von Pionierflächen, die zeitweise vernässt sind (nasse Kiesplätze, nasse Äcker, Grabenränder etc.) Ex situ Material Close Mehr Informationen S. Schneider, 2017: Konzeption zum Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter in Luxemburg, Maßnahmen zum Erhalt - Vortrag auf dem Workshop Schutz der gefährdeten Ackerflora und -fauna, Bertrange. Organisiert von SICONA & Partnern S. Meyer et al, 2013: Ackerwildkrautschutz - Eine Bibliographie - BfN Skripten 351