Potamogeton helveticus (G. Fisch.) W. Koch

Schweizer Laichkraut

Art ISFS: 319000 Checklist: 1035530 Potamogetonaceae Potamogeton Potamogeton helveticus (G. Fisch.) W. Koch

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie P. pectinatus, aber Pflanze wintergrün, die unteren Blattscheiden aufgeblasen, kräftig und steif, bis 6 cm lang und 8 mm breit, obere Blätter nur 7-11 cm lang, 3-5nervig, Blütenstand bis 7 cm lang.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 9-10

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Flüsse, Seen / kollin(-montan) / M, AN

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch?

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 5u43-343.a.2n=?

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung der Populationen durch Unwissenheit oder im Rahmen von Hafenpflege Unbeabsichtigte Zerstörung Eutrophierung, Gewässerverschmutzung Verlust des Lebensraums

Ökologie

Lebensform Hydrophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

1.2.1 - Brachsmen- und Barbenregion (Epipotamon) (Ranunculion fluitantis)
1.2.2 - Äschenregion (Hyporhithron) (Fontinalidion antipyreticae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Füberschwemmt, bzw. unter Wasser; in der Regel im Wasser untergetauchtLichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse2 - Schwerpunktlebensraum
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Potamogeton helveticus (G. Fisch.) W. Koch

Volksname Deutscher Name: Schweizer Laichkraut Nom français: Potamot de Suisse Nome italiano: Brasca elvetica

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Potamogeton helveticus (G. Fisch.) W. KochChecklist 2017319000
=Potamogeton helveticus (G. Fisch.) W. KochFlora Helvetica 20012408
=Potamogeton helveticus (G. Fisch.) W. KochFlora Helvetica 20122400
=Potamogeton helveticus (G. Fisch.) W. KochFlora Helvetica 20182400
=Potamogeton helveticus (G. Fisch.) W. KochIndex synonymique 1996319000
=Potamogeton helveticus (G. Fisch.) W. KochLandolt 1991126
=Potamogeton helveticus (G. Fisch.) W. KochSISF/ISFS 2319000
=Potamogeton helveticus (G. Fisch.) W. KochWelten & Sutter 19822050

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A2c; B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)A2c; B2ab(iii)
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)A2c; B2ab(iii)
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
NWVollständig geschützt(29.11.2005)
Schweiz--
GEVollständig geschützt(25.07.2007)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung der Populationen durch Unwissenheit oder im Rahmen von Hafenpflege Regelmässiges Überprüfen der Vorkommen Sensibilisierung des Hafenmeisters in Gebieten mit Vorkommen Unbeabsichtigte Zerstörung Regelmässiges Monitoring der bekannten Vorkommen Suche an Stellen, wo die Art ehemals bekannt war Allgemeine Erfassung der unterkartierten Wasserpflanzenflora Eutrophierung, Gewässerverschmutzung Stoffeintrag reduzieren Gewässerschutzgesetz umsetzen Pufferzonen gegenüber Landwirtschaft einrichten Verlust des Lebensraums Fokus auf kleine Wasserflächen legen (Hotspots für Biodiversität) Neue Gewässer (insbesondere temporäre) schaffen Revitalisierung Fliessgewässer